9. Januar 2019, 10:25
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Auftragsflaute? – Selbstständige sichern sich immer seltener ab

Die Möglichkeit, die eigenen Auftragslage abzusichern, ist vielen Selbstständigen nicht bewusst. 77,87 Euro kostet die Absicherung im Westen, 71,75 Euro kostet die Versicherung im Osten. Sie sichert je nach Lohn und Bildungsabschluss bis zu 1.500 Euro je Monat als Arbeitslosengeld ab. Warum sie trotzdem sinkende Zahlen zu verzeichnen hat.

Auftragsflaute? – Selbstständige sichern sich immer seltener ab

Selbstständige haben offensichtlich keine Sorge vor mangelnder Arbeit. Eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit nehmen immer weniger in Anspruch.

Selbstständige können als freiwillige Beitragszahler der Arbeitslosenversicherung beitreten. Seit 2013 ist die Zahl dieses Personenkreises um mehr als 40 Prozent gesunken. Konkret bedeutet dies, dass jeder Zweite die Absicherung kündigt. Insgesamt sinkt die Anzahl freiwilliger Beitragszahler von ursprünglich 145.000 Personen auf 81.000 Personen. Zugleich stellt auch nur jeder zweite Existenzgründer den Antrag auf Beitritt zur Versicherung. Von ursprünglich 19.000 Anträgen ist die Zahl auf etwa 9.500 Anträge pro Jahr geschrumpft. Alle Zahlen stammen aus der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Auftragsflaute? – Selbstständige sichern sich immer seltener ab

Als Grund für diese Entwicklung nennt der Studienleiter, Dr. Michael Oberfichtner, die fehlende Attraktivität der Absicherung für Selbstständig. Die Arbeitslosenversicherung könne, so Oberfichtner, das Problem lösen, indem man mögliche Ansprüche und die zu zahlenden Beiträge aneinander koppelt. Hierbei kritisiert er insbesondere, dass bei fehlender sozialversicherungspflichtiger Grundlage zur Berechnung des Arbeitslosengeldes in den 24 Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit eine fiktive Berechnung statt findet.

Hierfür werden die Anspruchssteller gemäß ihres Bildungsgrades beurteilt und in eine von vier Klassen eingeteilt. Je nach Klasse ist dort ein Entgeltbetrag zugeordnet. Abiturienten und Personen mit Studienabschluss werden so gegenüber Schulabbrechern bevorzugt, auch wenn sie zuvor beide dasselbe verdient haben.

Seite zwei: Zwei Wege: Anderer Beitrag oder bessere Leistung

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