Berufsunfähigkeit: Folgenschwere Fehleinschätzungen

Immernoch ignorieren die Deutschen millionenfach das Risiko, berufsunfähig zu werden und sichern sich nicht ab. Diese Situation sollen neue Produktkonzepte und Beratungsansätze verbessern. Doch zwischen Anbietern und Vertrieb gibt es Meinungsverschiedenheiten. Teil Eins.

Laut Amar Banerjee, Swiss Life Deutschland sollte man nicht pauschal von einer Marktstagnation sprechen.

Bei der Bezeichnung „Wissensquiz“ ist zunächst einmal Vorsicht geboten. Im deutschen Fernsehen begegnen dem Zuschauer unter diesem Label in der Regel „Alles-weg-Moderierer“ wie Jörg Pilawa oder Eckart von Hirschhausen, die Fragen stellen, deren Erkenntnisgewinn eher gering ist – abgefragt wird meist zusammenhangloses Zufallswissen.

Bei dem Wissensquiz, das Swiss Life Deutschland auf „Focus Money Online“ präsentiert, sieht die Sache dann doch ein wenig anders aus. Zufallswissen wird dort nicht abgefragt, und einen Zusammenhang gibt es auch: das Thema Arbeitskraftabsicherung nämlich.

„Beantworten Sie diese zehn Fragen, und Sie werden Ihre Arbeitskraft für immer mit anderen Augen sehen“, verspricht das Quiz.

Risiko wird unterschätzt

„Wer sollte eine Arbeitskraftabsicherung wie zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?“ oder auch „Welcher Anteil an Arbeitnehmern in Deutschland muss im Laufe seines Lebens aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf an den Nagel hängen?“ lauten die Fragen, wenn man sich darauf einlässt.

Und tatsächlich scheinen viele Deutsche das Risiko zu verkennen, berufsunfähig zu werden – das zeigt die Auswertung von 4.262 Antworten, die Swiss Life vorgenommen hat.

So gaben 60 Prozent der Teilnehmer an, dass nur jeder zehnte beziehungsweise jeder fünfzehnte Arbeitnehmer in Deutschland im Laufe seines Lebens aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf an den Nagel hängen muss. Statistisch betrachtet sei jedoch jeder vierte Arbeitnehmer betroffen, so Swiss Life.

Seite zwei: Abschluss kommt oft viel zu spät

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