17. Juli 2019, 09:15
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E-Scooter: Die Wenigsten sehen die Risiken

Das Thema E-Scooter ist in aller Munde. Eine repräsentative Befragung, die forsa im Auftrag der Gothaer durchgeführt hat, zeigt: Die große Mehrheit der Befragten – 78 Prozent – will in den nächsten zwölf Monaten weder einen E-Scooter kaufen noch ausleihen. Wird das Thema also überbewertet und droht doch keine Invasion von E-Scootern in Deutschland?Shutterstock E-Scooter in E-Scooter: Die Wenigsten sehen die Risiken

Konkret planen nur 13 Prozent der Befragten, einen E-Scooter auszuleihen und vier Prozent einen Kauf. Weitere vier Prozent können sich Kauf und Ausleihe vorstellen. Jüngere Befragte sind jedoch deutlich häufiger als ältere Befragte an dem neuen Gefährt interessiert: So möchten 30 Prozent der 18 bis 29-jährigen in den nächsten 12 Monaten einen E-Scooter ausleihen.

„Die Gefahr geht gerade von diesen jungen Menschen aus, die die hohe Geschwindigkeit in Relation zu der von Fußgängern und Radfahrern falsch einschätzen. So werden gerade die ersten Fahrten mit dem E-Scooter und seinen neuen Fahreigenschaften zum Abenteuer und zur Gefahr für alle Teilnehmer im Straßenverkehr.“, so Frank Edelmeier, Leiter Kraftfahrt Privat- und Unternehmerkunden bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG.

Fußgänger besonders gefährdet

Das größte Sicherheitsrisiko, durch E-Scooter in einen Unfall verwickelt zu werden, sehen die Befragten mit 40 Prozent bei den Fußgängern. Dass die Nutzer von E-Scootern selbst am stärksten gefährdet sind, glauben 32 Prozent der Befragten.

Jeweils eine Minderheit sieht das größte Risiko bei Radfahrern (13 Prozent) bzw. Autofahrern (12 Prozent).

E-Scooter vor allem für kurze Strecken nutzen

Etwas mehr als die Hälfte derjenigen, die sich vorstellen können, einen E-Scooter zu kaufen oder auszuleihen, würden diesen für kurze Strecken nutzen, anstelle zu Fuß zu gehen (55 Prozent). 52 Prozent würden ihn auf kürzeren Strecken als Ersatz für das Auto oder für das Fahrrad (51 Prozent) einsetzen.

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Nur etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) würde mit dem E-Scooter Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr ersetzen.

Einstellung zu Helmpflicht für E-Scooter

Von den Befragten, die einen E-Scooter kaufen oder ausleihen würden, würden rund zwei Drittel (68 Prozent) auch dann noch E-Scooter nutzen, wenn eine Helmpflicht eingeführt würde. Etwa ein Drittel (30 Prozent) würde die E-Scooter in diesem Falle nicht mehr nutzen. Frauen würden bei einer Helmpflicht tendenziell häufiger weiter E-Scooter fahren als Männer (Männer 60 Prozent, Frauen 79 Prozent).

„Ich kann nur jedem E-Scooter-Fahrer raten, einen Helm zu tragen. Das Risiko, bei einem Sturz oder Zusammenstoß schwere Kopfverletzungen zu erleiden, ist einfach zu groß.“, so Edelmeier.

 

Foto: Shutterstock / Gothaer

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