2. Dezember 2019, 18:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einstellen von ausländischen Pflegekräften soll einfacher werden

Die Einstellung von Pflegekräften aus dem Ausland soll einfacher werden. Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (Defa) mit Sitz in Saarbrücken will sich um Visaanträge, Anerkennung von Berufserlaubnissen, Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse kümmern und so dafür sorgen, dass Fachkräfte binnen sechs Monaten nach Deutschland kommen können.

126739599 in Einstellen von ausländischen Pflegekräften soll einfacher werden

Gesundheitsminister Jens Spahn will mehr ausländische Pflegekräfte in den Pflegebereich holen

 

Derzeit dauert der Prozess nach Angaben des Gesundheitsministeriums teils mehr als zwei Jahre. Über die Visaanträge würden zwar immer noch die deutschen Auslandsvertretungen entscheiden, die Agentur könne aber etwa dafür sorgen, dass die Anträge vollständig seien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Vorstellung der Agentur am Dienstag in Berlin.

Je nach Schätzung gebe es derzeit im Pflegebereich 50. 000 bis 100.000 offene Stellen, betonte Spahn. “Wir werden eben auch Fachkräfte aus dem Ausland brauchen””, sagte er. “Und der Pflegebedarf wird weiter stark steigen.”

Das Saarland hat die Agentur bereits Anfang Oktober gegründet. Der Bund trägt mit 4,7 Millionen Euro binnen vier Jahren einen Großteil der Kosten. Krankenhäuser, Pflegeheime oder Personalagenturen deutschlandweit können sich an die Defa wenden.

Pro Pflegekraft wird eine Bearbeitungsgebühr von 350 Euro fällig. Derzeit liegen laut Ministerium rund 4200 Anträge bei der Agentur. Die ersten von ihr unterstützten Pflegekräften sollen im zweiten Quartal des kommenden Jahres in Deutschland eintreffen.

Zum Auftakt unterstützt die Defa mit ihren 15 bis 20 Mitarbeitern vorerst die Anwerbung von Fachkräften nur aus Mexiko und den Philippinen. Die Ausbildung dort seit gut, sagte Spahn. Nach der Pilotphase könne der Kreis womöglich erweitert werden.

“Wir machen das nur mit Ländern, die eine besonders junge Gesellschaft haben, die auch über den eigenen Bedarf ausbilden”, sagte der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans (CDU). Spahn betonte: “Wir wollen nicht anderen Ländern die Pflegekräfte klauen, in Anführungszeichen.”

Die Agentur will sowohl Einrichtungen unterstützen, die bereits konkrete Bewerber im Blick haben. Andererseits soll sie auf Wunsch auch die Bewerberauswahl übernehmen oder Sprachkurse im Ausland organisieren.

“Schnellere Visaerteilung und die rasche Arbeitserlaubnis wird den Pflegenotstand nicht lindern”, bemängelte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Gerade in der Pflege seien Sprachbarrieren zudem sehr hinderlich. Um den Notstand zu beheben, müssten Politik und Branche ihre “Hausaufgaben” machen: “Es gilt, bei Bezahlung, Kompetenzen und Arbeitsbedingungen international konkurrenzfähig zu werden. Doch hier hängt Deutschland hinterher.” (dpa-AFX)

Foto: dpa

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Bayerische: Magdalena Neuner wird Markenbotschafterin

Die Versicherungsgruppe die Bayerische arbeitet ab sofort mit Magdalena Neuner, einer der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen, als Markenbotschafterin zusammen. Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der nachhaltigen Markenlinie Pangaea Life. Die 33-Jährige ist seit dem Ende ihrer aktiven Sportkarriere in zahlreichen Medien unter anderem als TV-Expertin bei der ARD zu sehen und engagiert sich sozial, beispielsweise für die DFL Stiftung.

mehr ...

Immobilien

Lompscher-Rücktritt: BFW sieht Chance für Neubeginn

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg sieht im Rücktritt von Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher die Chance für einen Neubeginn in der Berliner Wohnungspolitik. Insbesondere müsse der Regierende Bürgermeister Michael Müller den Wohnungsneubau in der Hauptstadt jetzt zur Chefsache erklären und das entstandene politische Vakuum ausfüllen.

mehr ...

Investmentfonds

Trump oder Biden? Das ist nicht die entscheidende Frage

Die halbe Welt diskutiert darüber, ob der nächste US-Präsident Donald Trump oder Joe Biden heißen wird. Für die Finanzmärkte ist aus unserer Sicht aber noch wichtiger, ob einer von ihnen nach der Wahl am 3. November die Mehrheit seiner Partei sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat hinter sich weiß – oder ob die Kammern wie heute unter Präsident Trump unterschiedliche Mehrheiten haben.

mehr ...

Berater

Über den Wert einer gesunden Konfliktkompetenz

Konfliktmanagement – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate-Tochter startet Logistik/Light Industrial Joint Venture

STAM Europe, eine Tochtergesellschaft des Immobilien-Investmentmanagers Corestate Capital Holding, und ein nordamerikanischer institutioneller Investor starten ihr zweites Investitionsprogramm im Logistik- und Light Industrial-Sektor in Frankreich in Form des Joint Ventures “Highlands II”. Ein riesiges Logistik-Projekt wurde bereits erworben.

mehr ...

Recht

Staatliche Unternehmen auf Steuervermeidungskurs

Steuerskandale internationaler Konzerne finden sich beinahe täglich in der medialen Berichterstattung. Eine aktuelle Studie von WU-Professorin Eva Eberhartinger macht nun deutlich, dass auch staatliche Unternehmen Steuern vermeiden. Dabei zeigt sich: Auch diese Unternehmen brauchen Anreize, um Steuervermeidung zu unterbinden.

mehr ...