10. Dezember 2019, 10:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sparen und Absichern ohne Trauschein

Jeder Vierte will nicht heiraten, aber trotzdem die gleichen finanziellen Vorteile wie verheiratete Paare. Insbesondere der finanzielle Nachteil zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren stört die Deutschen.

Shutterstock 667646560 Trauschein in Sparen und Absichern ohne Trauschein

Sie lieben sich und wollen dennoch nicht heiraten.

Für jeden vierten Deutschen ist eine Heirat im Leben keine Option. Trotzdem möchten 41 Prozent der Befragten einer vom Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Select in Auftrag gegebenen Studie eheähnlich mit ihrem Partner zusammenleben.

Junge Menschen zwischen 25 und 34 Jahren geben mit 57 Prozent an, dass sie nicht heiraten möchten, um ihre eigene Freiheit zu behalten. 42 Prozent ist Selbstbestimmung wichtig und 24 Prozent der Jüngeren geben an, dass ihnen eine Hochzeit zu traditionell ist.

Dementsprechend möchten viele Paare frei und selbstbestimmt entscheiden, ob sie heiraten oder nicht. Dennoch fühlen sich besonders die jüngeren Befragten mit 62 Prozent durch die Entscheidung, nicht zu heiraten, finanziell benachteiligt. Diesen Nachteil möchten über die Hälfte ausgleichen, zum Beispiel mit einer gemeinsamen Vorsorge.

Verheiratete Paare haben steuerliche Vorteile und sind, ab Hochzeit, in einigen Versicherungen und Vorsorgeprodukten gemeinsam abgesichert. Unverheiratete Paare schließen meist alleine Versicherungen ab. Diese laufen gegebenenfalls innerhalb eines Haushalts doppelt und verursachen so höhere Kosten.

„Bei Sachversicherungen können unverheiratete Paare mit Paar-Tarifen sparen. Dafür müssen lediglich beide Partner im Vertrag genannt werden. Der jeweils bestehende jüngere Vertrag kann dann bei der jeweiligen Gesellschaft aufgelöst werden.“, sagt Rilana Klaverkamp, Finanzberaterin bei Swiss Life Select.

Bei einem unverheirateten Paar mit einem durchschnittlichen Einkommen und einer Hausrat-, Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung können mit gemeinsam abgeschlossenen Policen jährlich circa 150 Euro gespart werden.

 

Seite 2: Lohnt sich eine Über-Kreuz-Versicherung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BdV: “Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernsthafte Probleme”

Die Lage der Lebensversicherer ist angespannt. Das geht aus der Analyse der aktuellen Solvenzberichte (SFCR) hervor, die der Bund der Versicherten e. V. (BdV) gemeinsam mit der Zielke Research Consult GmbH veröffentlicht hat. Dabei zeigen sich große Unterschiede bei den Solvenzquoten, der Gewinnerwartung, dem Überschussfonds und der Risikomarge. „Die Branche driftet auseinander. Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernste Probleme“, sagt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

DSGVO: Neuer Branchenstandard für Versicherungsmakler

Auf Initiative des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung ist gemeinsam mit der beim AfW angesiedelten Initiative “Pools für Makler” und mit Unterstützung weiterer Partner wie der Allianz eine DSGVO-konforme Einwilligungserklärung erarbeitet worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Urteil: Haushaltsführungsschaden kennt keine Altersgrenze

Nach einem Verkehrsunfall kann man Anspruch auf eine vierteljährlich zu zahlende Rente haben – der sogenannte Haushaltsführungsschaden. Diese Zahlung ist nicht auf ein Höchstalter begrenzt. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor (Aktenzeichen: 22 U 82/18), von der die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

mehr ...