5. Mai 2019, 17:15
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Studie belegt Unfallgefahr von E-Scootern

Jeder zweite Unfall mit einem E-Scooter endet mit Kopfverletzungen. Dies belegt nun eine Studie aus den USA. Mindestens genauso überraschend ist, dass nur ein Prozent der Fahrer einen Helm trägt. 

Shutterstock E-Scooter in Studie belegt Unfallgefahr von E-Scootern

E-Scooter bergen eine größere Gefahr als bislang angenommen.

 

Eine neue Studie des Center for Disease Control and Prevention (CDC) in Austin / Texas belegt die Gefahr von E-Scootern. Basis bilden eine Million Fahrten mit E-Scootern.

Jede Zweite endete mit einem Unfall in dessen Folge ernste Verletzungen wie Knochenbrüche oder Nerven- und Bänderverletzungen entstehen. Ebenso viele Menschen nutzten die Straße als ihren Fahrweg gemeinsam mit PKW. Nur ein Prozent der Fahrer trägt bei der Nutzung einen Helm.

Die größte Gruppe der Verletzten ist zwischen 18 und 29 Jahre alt. Jeder Dritte ist bereits bei der ersten Nutzung in einen Unfall verwickelt. Hauptsächlich passieren alle Unfälle tagsüber. Vornehmlich zwischen 9 und 11 oder 13 und 16 Uhr in Innenstädten.  

 

Was diese Studie nun für Deutschland bedeutet

Wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Amerika ist die strengere Regulierung. Setzen sich Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und Politik derzeit dafür ein, den Gehweg frei von E-Scootern zu halten, so gibt die Studie aus Amerika einen Fingerzeig auf die entstehende Gefahr von E-Scootern auf der Straße.

81.274 Unfälle erleiden Radfahrer jährlich im Straßenverkehr. Kommen nun mit den E-Scootern kleinere Gefährte auf die Straßen, die zudem über eine höhere Geschwindigkeit verfügen, ist ein Anstieg dieser Zahlen zu vermuten.

Die Studie der CDC zeigt, dass etwa zehn Prozent der Unfälle durch Zusammenstöße mit motorisierten Fahrzeugen passierten. Demnach sind künftig etwa 90.000 Unfälle pro Jahr zu erwarten. 

 

Branche muss nachlegen

Schwierig ist die derzeitige Situation auch, weil die Branche derzeit Versicherungsschutz nur für Haftpflichtschäden anbietet. Längst nicht jeder Roller besitzt diesen Schutz oder kann diesen erwerben. Voraussetzung dafür ist die Zulassung durch das Kraftfahrtbundesamt. Erst zwei E-Scooter können diese für sich beanspruchen.

 

Seite 2: Wann die Unfallversicherung nicht leisten muss

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