9. Oktober 2019, 10:47
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Studie: Klimawandel macht jungen Menschen gesundheitlich zu schaffen

Die gesundheitlichen Folgeschäden des Klimawandels sind nicht nur von älteren, sondern auch schon von jüngeren Menschen zu spüren: Vor allem junge Frauen sorgen sich angesichts steigender Temperaturen um ihre körperliche und psychische Gesundheit. Der Klimawandel dürfte auch dem Gesundheitssystem zu schaffen machen.

Arktis in Studie: Klimawandel macht jungen Menschen gesundheitlich zu schaffen

Schmelzende Pole gelten als sichtbarstes Zeichen des Klimawandels.

41 Prozent der 14- bis 34-Jährigen macht der Klimawandel körperlich zu schaffen, und 45 Prozent sprechen von einer psychischen Belastung. Interessanterweise sind Frauen mit 51 Prozent davon stärker betroffen als Männer (39 Prozent).

Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Gesundheit 2019“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“. Mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen 14 und 34 Jahren wurden dafür befragt.

Vor allem die 14- bis 17-Jährigen sorgen sich: 52 Prozent sagten, dass ihnen der Klimawandel psychisch zu schaffen mache. In den Altersgruppen 18 bis 25 (48 Prozent) und 26 bis 34 (40 Prozent) ist die psychische Belastung weniger stark ausgeprägt. Ein einheitliches Bild gibt es dagegen bei den körperlichen Auswirkungen des Klimawandels: Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil bei rund 40 Prozent.

Sorge vor der Zukunft

„Die junge Generation ist sensibilisiert für dieses Thema und hat Angst um ihre Zukunft“, erklärt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse, den kritischen Ausblick der Generationen Y und Z: „62 Prozent der 14- bis 17-Jährigen macht sich große oder sogar sehr große Sorgen, dass der Klimawandel ihrer Gesundheit künftig schaden könnte. Und auch in der Altersgruppe 26 bis 34 sind es noch 53 Prozent.“

Frauen stellten auch ihr eigenes Verhalten eher in Frage. Jede Zweite gab an, dass sie aufgrund ihres Lebensstils ein schlechtes Gewissen hätte. „Bei den Männern sind es nur 40 Prozent“, sagt Hantke. „Sie sind offenbar eher in der Lage, dieses Thema auszublenden.“

 

Seite 2: Herausforderung für das Gesundheitssystem

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