Viel Lärm um nichts?

E-Scooter erhitzen aktuell in ganz Deutschland die Gemüter. Einige Versicherer zeigten sich schon vor der offiziellen Zulassung überaus offen für die Roller. Doch von anderer Seite nimmt die Kritik stetig zu. Setzt die Versicherungsbranche auf das falsche Pferd?

Revolution der städtischen Mobilität oder überhyptes Spielzeug für infantile Käufer? Gerade in den Metropolen der Bundesrepublik sorgt das Thema E-Scooter aktuell für heftige Diskussionen. Während manche, wie etwa Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, das neue Verkehrsmittel als umweltfreundliche Alternative zum Auto anpreisen, verschärft sich die Kritik von anderer Seite zusehends.

„Jedes neue Verkehrsmittel benötigt Platz“

Für manche Kritiker sind E-Scooter als Antwort auf die Frage nach grüner Mobilität ungeeignet. Stattdessen stellen sie bestenfalls ein kurzzeitig populäres Spielzeug dar und schlimmstenfalls eine zusätzliche Belastung von Umwelt und innerstädtischem Verkehr.

Die Versicherungsbranche, die den Tretrollern von Anfang an aufgeschlossen gegenüberstand, versucht diese Sorgen so weit es geht zu entkräften. So erklärt Thomas von Mallinckrodt, Leiter Unternehmenskommunikation bei Huk-Coburg, zum Thema Verkehrsbelastung: „Jedes neue Verkehrsmittel braucht Platz. Das ist insbesondere in Großstädten ein Problem.

Und natürlich gibt es auch eine Gewöhnungsphase. Sowohl was diejenigen angeht, die E-Scooter nutzen, als auch diejenigen, die passiv mit ihnen zu tun haben. Wenn wir diese Phase der Eingewöhnung hinter uns gelassen haben, sollten wir ein Zwischenfazit ziehen und auf dieser Basis entscheiden, wie wir über die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge hinaus mit diesem neuen Verkehrsmittel weiter umgehen.“

„Halten die E-Scooter für eine sinnvolle Alternative“

Ähnlich sieht es auch Dr. Immo Dehnert, Leiter Kommunikation der W&W-Gruppe: „Wir halten die E-Scooter nach wie vor für eine sinnvolle Alternative zu anderen Mobilitätslösungen. Wie sich der Absatz und die Relevanz der E-Scooter in Zukunft entwickeln werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keineswegs absehbar.“

 

Seite 2: Zum Status Quo der E-Scooter 

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