11. Februar 2019, 09:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zielscheibe Chef: Immer mehr Klagen gegen Manager

Abgesehen von dieser Entscheidung verengt sich der rechtliche Spielraum, in dem sich Vorstände und Geschäftsführer bewegen.

Zwei Beispiele wachsender rechtlicher Risiken für Manager: “Die europäische Datenschutzgrundverordnung und die Cyberkriminalität vergrößern das Problem”, sagt Hendricks.

“Die Bußgelder für Verstöße gegen die DSGVO sind ähnlich hoch wie bei Kartellverstößen. Und wenn ein Vorstand nach einem Cyberangriff nicht nachweisen kann, dass er die notwendige Vorsorge getroffen hat, ist er voll in der Haftung.”

Anwälte können sich freuen

Nach Angaben der Munich Re hat die steigende Cyberkriminalität bisher noch keine erkennbare Auswirkungen auf die D&O-Versicherungen – allerdings heißt es auch dort, dass prinzipiell ein versichertes Haftungsrisiko für das Management existiere.

Abgefedert werden kann das nach Einschätzung des Rückversicherer durch separate Cyberpolicen. Das wird in der Allianz ganz ähnlich gesehen: “Datenschutzgrundverordnung und Cybersicherheit sind ganz zentrale Themen”, sagt Zschech.

“Wenn ein Vorstand die Vorgaben der DSGVO nicht einhält, hat das immer das Potenzial, Innenansprüche auszulösen.” Für Manager, ihre Unternehmen und Versicherungen gleichermaßen ist also erhöhte rechtliche Vorsicht geboten.

Doch gibt es immerhin einen Berufsstand, für den die Entwicklung offensichtlich finanziell erfreulich ist: “Ein großer Teil der Zahlungen aus der D&O-Versicherung geht an die Anwälte zur Verteidigung der versicherten Personen”, sagt Zschech. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema D&O-Versicherung:

Finanzchef24 lanciert Online-Rechner für D&O-Versicherung

D&O-Versicherungen: Fehler von Führungskräften werden teuer

D&O-Versicherung: Wer sie braucht, wann sie beraten werden muss

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Welt-Alzheimertag: Welcher Versicherungsschutz ist für Demenzkranke wichtig?

Am kommenden Samstag ist Welt-Alzheimertag. An diesem Tag wird jährlich auf das Thema Demenz und die Situation Demenzkranker aufmerksam gemacht. 1,7 Millionen Menschen sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft in Deutschland von dieser Krankheit betroffen. 2060 sollen es nach dem Statistikportal Statista bereits 2,88 Millionen sein.

mehr ...

Immobilien

Weshalb der Staat das denkbar schlechteste Wohnungsunternehmen ist

Ob BMW, Lufthansa oder Deutsche Wohnen – niemand ist mehr sicher vor einer Verstaatlichung oder euphemistisch: „Rekommunalisierung“. Gemeinsam propagieren sie den falschen Glauben daran, dass der Staat der bessere Unternehmer sei. Wenn Wohnungen in der Hand des Staates sind, so die Annahme der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen Enteignen“, wird alles besser. Ein Kommentar von Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...