7. November 2019, 13:42
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“Zu langweilig”: Versicherer nur selten Wunscharbeitgeber

Die Versicherer tun sich im Wettbewerb mit anderen Branchen weiterhin schwer, die besten Talente im Markt für sich zu gewinnen. Zu langweilig, zu unattraktiv erscheint vielen ein Job in der Versicherungswirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Branchenstudie des Kölner Forschungs- und Beratungsinstituts Organomics.

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Aussichtslos ist die Lage im “War for Talents” für die Versicherer laut Studie nicht. 

Selbst der Marktführer Allianz kommt demnach nur für sechs Prozent der möglichen Kandidaten als zukünftiger Arbeitgeber in die engere Wahl. Andere Versicherer können nicht einmal drei Prozent als Wunscharbeitgeber für sich begeistern. Zum Vergleich: Automobilhersteller wie Audi, BMW oder Porsche erzielen hier – trotz aktueller Branchenkrise – Spitzenwerte von bis zu 20 Prozent.

Aussichtslos ist die Lage im “War for Talents” für die Versicherer laut Studie dennoch nicht: Lediglich 16 Prozent der Schüler, Studenten und Berufstätigen lehnen die Versicherungsbranche als Arbeitgeber kategorisch ab. Und immerhin 30 Prozent der Talente können sich zumindest gut vorstellen, zukünftig für einen Versicherer zu arbeiten.

Im brancheninternen Vergleich werden die Allianz (50 Prozent), Münchner Rück (35 Prozent), Huk-Coburg (34 Prozent) und die öffentlichen Versicherer (34 Prozent) von den möglichen Kandidaten als besonders attraktive Arbeitgeber wahrgenommen.

Pressegrafik Organomics Employer-Branding-Studie 2019 FDL in Zu langweilig: Versicherer nur selten Wunscharbeitgeber

Die größten Stärken der Versicherungsbranche als Arbeitgeber sehen die Kandidaten zielgruppenübergreifend im dort gezahlten Gehalt (54 Prozent), in der Arbeitsplatzsicherheit (50 Prozent) und in der Work-Life-Balance (46 Prozent). Auch die Zukunftssicherheit wird als besonderer Vorzug der Branche wahrgenommen. 

In Bereichen wie Ehrlichkeit und Wertschätzung können die Versicherer laut Studie dagegen weniger punkten: Zwar sprechen die Kandidaten der Versicherungsbranche zwischenmenschliche Qualitäten als Arbeitgeber nicht gänzlich ab, nehmen diese aber ausdrücklich nicht als deren Stärke wahr.

Rund 4.000 Personen im Alter zwischen 16 und 45 Jahren wurden repräsentativ zu ihren Arbeitgeberfavoriten, zur Arbeitgeberattraktivität der Versicherungsbranche und zu ihren beruflichen Präferenzen und Erwartungen befragt. (kb)

Foto: Shutterstock

 

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