Ostangler Brandgilde nimmt 50-Millionen-Marke ins Visier

Foto: Ostangler Brandgilde
Jens Uwe Rohwer

Die auf Sachversicherungen spezialisierte Ostangler Brandgilde (OAB) hat ihre Bei­trags­einnahmen 2021 um sechs Prozent auf 45,5 Millionen Euro gesteigert. Die Bruttoschadenquote lag auf Grund der Hoch­wasser­katastrophe „Bernd“ bei 58,6 Prozent. Für 2022 peilt der Versicherer die 50-Millionen-Marke an.

„Überflutete Straßen, eingestürzte Häuser und abgeschnittene Städte – das Tief Bernd hat für teils dramatische Verwüstungen in Deutschland gesorgt. Und das haben wir auch gespürt. So kostete uns das Ereignis etwa 4,5 Millionen Euro bei ungefähr 400 Schäden“, erklärt Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvor­sitzender der Ostangler Brandgilde.

Unwetterkatastrophe kostete 4,5 Millionen Euro

Trotz der schwierigen Ereignisse hat der Versicherer im Jahr 2021 ein Netto­wachstum von sechs Prozent und einen Ertrag vor Steuern von 282.000 Euro erzielen können. „Ungefähr 20 Prozent des Umsatzes der Ostangler wurden dabei an unserem neuen Standort in Quickborn produziert“, sagt Rohwer.

Investitionen in Nachhaltig und Digitalisierung

Neben Investitionen in den neuen Standort in Quickborn war das vergangene Jahr der Ostangler Brandgilde durch die Weiterentwicklung von Informations­technologien bzw. der Digitalisierung geprägt. Mittlerweile werden rund 90 Prozent der Kommuni­kation im Privatkundengeschäft nach Abschluss online abgewickelt. „Wir bieten ein Online-Kundenportal. Hier können unsere Kunden auf ihre Verträge zugreifen und alle profitieren von papierloser Abwicklung. Es wird nachweislich Papier gespart und eine schnellere und sichere Kommu­nikation gewährleistet. Dies unterstreicht auch unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Gemäß einer Erhebung der Hochschule Stuttgart gelten wir seit dem vergan­genen Jahr als nachhaltigster Versicherer Deutschlands“, erklärt Jens-Uwe-Rohwer.

Das Nachhaltigkeits-Rating hat die Greensurance Stiftung in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Zentrums für Nachhaltiges Wirtschaften und Management (ZNWM) der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT Stuttgart) entwickelt und getest­et. Die Ostangler Brandgilde VVaG belegte den ersten Platz mit 42,17 Prozent. Die Indikatoren der Nachhaltigkeitsbewertung wurden auf Basis eines theoriegeleiteten Ansatzes sowie durch Berücksichtigung existierender Analyse- und Ratingansätze entwickelt, in folgende Kategorien untergliedert und gewichtet: Klima (25 Prozent), Produkt und Schaden (25 Prozent), Kapitalanlage (15 Prozent), gute Unternehmensführung (Governance, 15 Prozent), Soziales (7,5 Prozent), Ökonomie (7,5 Prozent), Umweltressourcen (5 Prozent).

Umsatzrekord für 2022 erwartet

Das vergangene Jahr brachte zahlreiche weitere Veränderungen im Hause der Ostangler Brandgilde, auch in Bezug auf die Versicherungen. So hat das Unter­nehmen zum Beispiel das Produkt Fahrradversicherung spürbar verbessert, ins­besondere die Leistungen. Die Nachfrage für dieses Produkt steigt derzeit stark. Gleichzeitig werden die Geschäfte in anderen Ländern wie Österreich angekurbelt. „Trotz einiger Hindernisse im vergangenen Jahr blicken wir sehr positiv in die Zukunft und erwarten in diesem Jahr ein ökonomisches Nettowachstum von rund zehn Prozent. Dies würde erstmalig in der Geschichte der Ostangler Brandgilde einen Umsatz von 50 Millionen bedeuten“, sagt Rohwer.

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