Die Top-5-Risiken für einen Rechtsstreit

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391.000 Leistungsfälle hat Roland Rechtsschutz 2021 für seine Kunden übernommen

Wie oft die Deutschen in einen Rechtsstreit geraten, ist stark vom Konfliktthema abhängig. Das zeigt die Analyse von über 391.000 Leistungsfällen, die Roland Rechtsschutz im Jahr 2021 für Kunden übernommen hat. Am häufigsten gerieten Privatkunden dabei in Rechtsstreitigkeiten rund um Verträge – wie es auch schon im ersten Pandemiejahr 2020 der Fall war. Dahinter bilden Konflikte im Straßenverkehr, um Schadenersatz, am Arbeitsplatz und rund um Immobilien die häufigsten Streitpunkte.

Im Jahr 2021 gerieten Kunden von Roland Rechtsschutz am häufigsten in einen Rechtsstreit rund um Verträge. Mehr als 69.000 Leistungsfälle hat der Versicherer im Vertragsrechtsschutz im vergangenen Jahr bearbeitet. Damit bleiben Störungen von vertraglich vereinbarten Leistungen weiterhin das häufigste Rechtsrisiko für Privatkunden. Eine mögliche Ursache: Durch die in 2021 durchgesetzten Corona-Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen im Alltag konnten viele vertraglich vereinbarte Leistungen nicht mehr erfüllt werden.

VERTRÄGE: Urlaub gebucht, Handy gekauft, Wohnung gemietet

Ob ein Handykauf im Onlineshop, die Garagenmiete im neuen Wohnviertel oder der private Gebrauchtwagenverkauf – jeder Mensch schließt im Laufe seines Lebens zahlreiche Verträge ab. Durch die Corona-Pandemie kam zudem ein zusätzlicher Schwerpunkt für Konflikte rund um Verträge hinzu. Denn aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen konnten auch im zweiten Pandemiejahr viele Deutsche ihren Urlaub nicht wie geplant antreten. Daher kam es vermehrt zu Rechtsstreitigkeiten mit Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften.

VERKEHR: Unfall verursacht, Fahrerflucht begangen, Führerschein entzogen

Jahrelang stellten Konflikte im Straßenverkehr das größte Rechtsrisiko für Privatkunden dar. Durch die aufkommende Corona-Pandemie sind diese im zweiten Jahr in Folge auf den zweiten Platz abgerutscht. Nichtsdestotrotz birgt der Straßenverkehr nach wie vor ein großes Risiko für rechtliche Auseinandersetzungen im Privatkundenbereich: Knapp über 60.000 Leistungsfälle gab es nach Angaben des Rechtsschutzversicherers in diesem Rechtsgebiet; das ist kaum weniger als 2020.

Oftmals geht es dabei um kleinere Delikte, zum Beispiel um Bußgelder oder den Führerscheinentzug wegen zu hoher Geschwindigkeiten. Aber auch strafrechtliche Verfahren – zum Beispiel wegen Fahrerflucht oder fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall – kommen rund um den Straßenverkehr vor.

SCHADENERSATZ: vom Hund gebissen, Unfall gehabt, Behandlungsfehler erlitten

Wer bei einem Unfall schuldhaft verletzt wird und einen Schaden davonträgt, kann in der Regel Schadenersatz fordern. Aber auch bei Verdacht auf Behandlungsfehler mit gesundheitlichen Folgen besteht ein Anspruch auf Entschädigung. Schadenersatzforderungen dieser Art nehmen mit über 41.000 Fällen den dritten Platz unter den größten Rechtsrisiken für Privatkunden ein.

ARBEIT: Abmahnung bekommen, Kündigung erhalten, Arbeitszeugnis ausgestellt

Bei Konflikten am Arbeitsplatz geht es oft um die wirtschaftliche Existenzgrundlage, daher suchen viele Betroffene rechtlichen Beistand und externe Unterstützung. Konflikte in diesem Themengebiet bilden das viertgrößte Rechtsrisiko für Privatkunden. Im Jahr 2021 hat Roland im Arbeitsrechtsschutz fast 40.000 Leistungsfälle für Kunden übernommen.

IMMOBILIEN: Nebenkosten abgerechnet, mit Nachbarn zerstritten, Miete erhöht

Auf dem fünften Platz der größten Rechtsrisiken für Privatkunden folgen Streitigkeiten rund ums Wohnen und Immobilien. Mehr als 34.000 Leistungsfälle hat der Rechtsschutzversicherer im Jahr 2021 für Konflikte von Eigentümer, Mieter und Vermieter bearbeitet. Damit ist die Zahl der bearbeiteten Fälle in dem Gebiet deutlich angestiegen – im Vergleich zum Vorjahr gibt es 2.000 Fälle mehr. Häufig kommt es unter Nachbarn und in der Beziehung zu Vermietern zu Konflikten – etwa wegen zu lauter Musik bei der letzten Party, überwuchernden Hecken, Eigenbedarfskündigungen oder verspäteter Mietzahlungen.

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