Anzeige
24. Juli 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Direktbanken schnuppern Honorarberatungsluft

Die Direktbanken Cortal Consors, Nürnberg, und Comdirect, Quickborn, tasten sich an Honorarberatungsmodelle ran. Aktuell testen beide Institute Preismodelle der Honorarberatung für die telefonische Wertpapierberatung. Während Comdirect gemeinsam mit 200 Kunden das Modell testet, hat Cortal Consors einen größeren Testballon gestartet: 4.000 Kunden wurden angeschrieben.

Comdirect hält sich auf Anfrage von cash-online mit konkreteren Informationen zurück. Zum genauen Preismodell will sich das Unternehmen nicht äußern. Es sei eine Servicegebühr, aber auch eine Gebühr, die sich an der Performance des Kundendepots orientiert, denkbar, heißt es. Das Thema werde gemeinsam mit den Kunden entwickelt, Ergebnisse würden Ende des Jahres erwartet.

Bei den Nürnbergern äußert sich ein Sprecher von Cortal Consors gegenüber cash-online zum vorgesehenen Modell konkreter: Die Testgruppe habe die Möglichkeit zur Nutzung eines klassischen Honorarmodells. Das heißt, der Kunde zahle eine jährliche Pauschale von einem Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer bei einem Depotwert bis 100.000 Euro. Die Gebühr falle stufenweise bis auf 0,7 Prozent bei einem Depotwert von mehr als einer halben Million Euro. Eine Gewinnbeteiligung sei in diesem Modell nicht vorgesehen, betont der Sprecher. Zurzeit lägen noch keine Ergebnisse vor, aber im Herbst werde das Institut eine Entscheidung treffen, wie es weitergehe.

Quirin Bank legt weiteres Preismodell vor

Die Quirin Bank aus Berlin, die sich selbst als erste Honorarberatungsbank Deutschlands bezeichnet, hat indes ein weiteres, neues Preismodell eingeführt. Der Kunde kann für seine Vermögensberatung eine “All-in-Gebühr” wählen. Das heißt, mit dieser Gebühr in Höhe von 1,65 Prozent des Anlagevolumens, sind alle Kosten für die Vermögensverwaltung sowie sämtliche Transaktionen abgedeckt. Die Bank erstattet nach eigenen Angaben darüber hinaus sämtliche Bestandprovisionen und Kick-Backs.

“Auf diese Weise fällt die tatsächliche Kostenbelastung deutlich niedriger aus. Wer etwa auf einen Anlagebetrag von 100.000 Euro eine Pauschalgebühr von 1.650 Euro zahlt, kann davon bis zur Hälfte an rückerstatteten Provisionen erwarten, je nachdem für welche Anlageinstrumente er sich entscheidet”, sagt Christian Kreuser, Leiter Private Banking der Quirin Bank.

Neben dem neuen Preismodell hält das Institut auch weiter an den bisherigen Preismodellen, wie an dem der monatlichen Grundgebühr von 75 Euro, fest.

Eine Unternehmenssprecherin sagte auf Anfrage von cash-online, dass jeweils individuell von Kunde zu Kunde im Rahmen einer ausführlichen Beratung entschieden werden muss, welches Preismodell für ihn das Beste sei. Das käme im Einzelfall immer darauf an, welche Anlageinstrumente er wähle. (ks)

Anzeige

1 Kommentar

  1. Geht das in die richtung Private Banking?

    Kommentar von Kreditvergleich — 23. Dezember 2009 @ 17:15

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Mehr Pflegebedürftige in 2015 – zwei Millionen werden zu Hause gepflegt

Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete, waren Ende 2015 in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren 8,9 Prozent beziehungsweise 234.000 Menschen mehr als im Dezember 2013.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Beratung ist nicht alles

Wie viel ist Beratung in der Baufinanzierung wert? “Gute” Beratung wird zunehmend zum erwarteten Standard – wie stellt man sich darauf ein?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

mehr ...

Investmentfonds

Versorgeraktien stehen unter Strom

In den vergangenen Jahren wurden Versorger an der Börse massiv abgestraft. Dabei werden diese Firmen besonders von der Elektromobilität profitieren. Gastkommentar von Uwe Zimmer, z-invest Gmbh

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...