Anzeige
Anzeige
24. November 2015, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lesen ist Anlegerpflicht

Prospekte, Kurzinformationen und Vermittlungsdokumentationen sind bei (fast) allen Anlageformen inzwischen zwingender gesetzlicher Standard. Die Rechtsprechung verpflichtet zunehmend auch die Anleger zu der Lektüre.

Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Zacher, Kanzlei Zacher & Partner Rechtsanwälte

Lesen ist Anlegerpflicht

“Gerade wenn ein “Sonderwissen” vorliegt, gilt auch hier der – nicht nur anwaltliche – Grundsatz: (Öffentliches) Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”.

Durch das Kleinanlegerschutzgesetz wurde der – vorläufige – Schlussstein in eine Entwicklung gesetzt, die in den letzten 30 Jahren nach und nach fast alle Bereiche des früher sogenannten “grauen” Kapitalmarkts erfasst hat. Nicht nur börsengehandelte Aktien oder Anleihen, unterliegen inzwischen einer Prospektpflicht und staatlicher Aufsicht, sondern auch moderne Finanzinstrumente und Anlageprodukte, vom offenen Investmentfonds (der jetzt OGAW oder AIF heißt) bis hin zu Sachwertanlagen und unverbrieften Nachrangdarlehen.

Kaum noch Schlupflöcher

Das Wertpapierprospektegesetz, das Kapitalanlagegesetzbuch und das Vermögensanlagengesetz lassen in ihrer Zusammenschau kaum noch Schlupflöcher für gegenüber Kleinanlegern angebotene Anlageprodukte, ohne mindestens einen von der BaFin gebilligten Emissionsprospekt und eine entsprechende Kurzinformation (welche allerdings nach jedem Gesetz anders heißt) sowie zum Teil noch weitere Pflichtunterlagen vorzuhalten.

Und das ist auch gut so, wenn es auch nach wie vor eine Fülle von unterschiedlichen Anforderungen im Detail gibt, die dem Vertrieb das Leben unnötig erschweren. Trotzdem hat sich die Branche mit den ständig wachsenden Anforderungen in der Vergangenheit gut arrangiert und die ganz große Mehrzahl der Player hat die jeweils neuen Anforderungen schnell in ihre Vertriebsprozesse integriert, trotz manchem anfänglichen “murren” im Einzelfall.

Seite zwei: Haftungsgefahr weitgehend gebannt

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...