Anzeige
27. November 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

FHH strukturiert Schiffsfonds um

Der Initiator Fondshaus Hamburg (FHH) ändert angesichts der gesunkenen Charterraten in der Containerschifffahrt das Konzept seines Schiffsfonds Nr. 38, um die Ausschüttungsprognosen an die Anleger einhalten zu können.

Da eines der drei Fondsschiffe noch nicht verchartert ist und eine Beschäftigung in prospektierter Höhe derzeit nicht gefunden werden könne, nimmt das Fondsmanagement ein Abrufdarlehen der zum Gesellschafterkreis des FHH zählenden Ahrenkiel Reederei in Höhe von 15 Millionen Euro in Anspruch. Der Betrag soll stufenweise verwendet werden, um den Differenzbetrag zwischen erzielbarer und kalkulierter Charter annähernd auszugleichen. Damit die Ausschüttungen an die Anleger in prospektierter Höhe erfolgen können, verzichten das Emissionshaus und die Treuhandgesellschaft ferner auf einen Teil ihrer Vergütungen.

Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung im Frühsommer 2008 wurde für das 3.398 TEU-Containerschiff MS ?Johannesburg? eine Charter von 30.000 US-Dollar pro Tag angesetzt. In dem am Montag veröffentlichten Prospektnachtrag rechnen die Fondskonzeptionäre nun mit einer kurzfristigen Tagescharterrate von zunächst 17.000 US-Dollar.?Den Fonds vom Markt zu nehmen oder den Vertrieb vorübergehend auszusetzen, war nie eine Alternative für uns. Unser Gesellschafter Ahrenkiel und wir sind von dem Konzept des Produktes überzeugt und vertrauen auf eine Erholung der Schifffahrtsmärkte?, erklärte Jens Brandis, Geschäftsführer bei FHH und verantwortlich für den Schiffsbereich gestern vor geladenen Journalisten. Nach der Rate von 17.000 US-Dollar in den nächsten sechs Monaten geht FHH davon aus, wieder höhere Raten erzielen zu können: ?In einem halben Jahr rechnen wir mit einer Tagescharter von 22.000 US-Dollar und ab Juni 2010 von mit einer Rate 23.310 US-Dollar?, so Brandis weiter. In dieser Zeit soll das Darlehen dafür genutzt werden, die Charter auf 26.900 US-Dollar pro Tag zu hebeln. Im Gegenzug zur Darlehensgewährung ist die Reederei Ahrenkiel am 23.11.2008 mit der Bereederung des Schiffes beauftragt worden. Um die Liquidität des Fonds während der Betriebsphase nicht zu belasten, soll die Rückführung des Darlehens nur aus künftiger Mehrliquidität erfolgen. Sofern diese nicht realisiert werden kann, sieht die Vereinbarung zwischen FHH und Ahrenkiel die Möglichkeiten vor, das Darlehen aus dem Verkauf der Schiffe oder nach Ablauf der prospektierten Laufzeit aus der laufenden Liquidität zurückzuführen.

Der Anfang Juli in den Vertrieb gegangene Fonds umfasst zwei Containerschiffe und einen Autotransporter. Wie FHH mitteilt, sind bis dato zwölf Prozent des einzuwerbenden Eigenkapitals platziert. (af)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Gerüchteküche um Generali brodelt

Um den italienischen Versicherer Generali ranken sich neue Übernahmegerüchte. Die italienische Tageszeitung “La Repubblica” berichtete am Dienstag, die Bank Intesa Sanpaolo erwäge ein Übernahmeangebot für Generali. Die Aktien des Versicherers trieb das in die Höhe.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Danske-Invest sieht Osteuropa-Aktien positiv

Im Jahr 2016 entwickelten sich die osteuropäischen Aktienmärkte keinesfalls einheitlich. Insgesamt ist die Bewertung immer noch noch attraktiv.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI baut Geschäftsfeld Projektentwicklung aus

Die ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe hat 2016 im Geschäftsfeld Projektentwicklung/Bauträger etwa 460 Wohneinheiten für insgesamt rund 90 Millionen Euro verkauft (Vorjahr 80 Millionen Euro) und die Projektpipeline um ein Drittel ausgebaut.

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...