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23. Mai 2013, 10:55
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König & Cie. mehrheitlich an US-Investoren verkauft

Die beiden Gesellschafter des Hamburger Emissionshauses König & Cie. Tobias König und Jens Mahnke haben insgesamt 80 Prozent der Firmenanteile an zwei US-amerikanische Investoren veräußert.

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Unternehmensgründer Tobias König

Die Einnahmen seien zur Ablösung und Restrukturierung von Verbindlichkeiten sowie zur Enthaftung von Eventualverbindlichkeiten verwendet worden. König und Mahnke bleiben nach der Übernahme jedoch geschäftsführende Gesellschafter des Traditionshauses.

Deren Hauptanteilseigner sind nun zum einen Delos Shipping LLC aus Dallas, ein opportunistisch handelnder Investor, der das Kapital seiner Partner und Investoren in die Schifffahrt investiert sowie Tennenbaum Capital Partners, ein Investmenthaus dem kalifornischen Santa Monica, das sich auf den Einkauf von notleidenden Krediten spezialisiert hat.

Als Tobias König das Emissionshaus im Jahr 1999 gegründet hatte, lag der Schwerpunkt des Unternehmens auf der Initiierung von Schiffsfonds, später folgten Beteiligungsangebote in den Segmenten Private Equity, Lebensversicherungszweitmarkt und Immobilien. Eigenen Angaben zufolge hat der Initiator 4,5 Milliarden Euro under Management. Seit rund vier Jahren ist das Platzierungsgeschäft bei dem Initiator praktisch zum Erliegen gekommen.

„Infolge der Finanzkrise in 2008 und dem anschließenden Kollaps der Schifffahrtsmärkte und des deutschen KG Systems hatte König & Cie. ein Moratorium mit den finanzierenden Banken geschlossen und einen umfangreichen Umstrukturierungsprozess eingeleitet. Das Geschäftsmodell wurde geändert vom diversifizierten Retail-Emissionshaus zum Asset-Manager mit kleiner Investment- Boutique, mit einem engen Fokus auf Schifffahrt und auf die Betreuung bestehender Investments, einschließlich der König & Cie. Treuhand GmbH, Scorship Navigation GmbH & Co. KG und der Marenave Schiffahrts AG“, teilt der Initiator mit. Die Mitarbeiterzahl wurde im Zuge dessen von 140 auf 60 Beschäftigte reduziert. Die jährlichen Fixkosten wurden um rund zehn Millionen Euro gesenkt.

Künftig will sich der Initiator auf die Betreuung der Flotte und die Verwaltung der Bestandsfonds konzentrieren. Daneben sei geplant, das Geschäft mit institutionellen Investoren zu intensivieren und die Schifffahrtsaktivitäten auszuweiten, um die gesamte Dienstleistungskette im Bereich Schifffahrt anzubieten. Die Zusammenarbeit mit der Marenave Schiffahrts AG werde fortgesetzt, wobei Tobias König seinen Vorstandsposten in der AG behält. Aktivitäten in Hamburg, wie die Treuhandgesellschaft und das Schiffsmanagement sollen konsolidiert werden, zudem seien „weitere Investitionen in der Branche“ beabsichtigt. (af)

Foto: König & Cie.

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