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23. Mai 2006, 00:00
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Große Lücke beim Wohnungsneubau

Beim Wohnungsneubau nimmt Deutschland im europäischen Vergleich mittlerweile die Schlussposition ein. Wie LBS Research aufgrund aktueller statistischer Daten von Ifo/Euroconstruct mitteilt, wurden im Jahr 2005 hierzulande lediglich 2,7 neue Wohnungen pro tausend Einwohner fertiggestellt, in den Jahren 2003 und 2004 waren es noch jeweils 2,9 Wohnungen.

Inzwischen haben auch Schweden (3,8) und Tschechien (3,2) die Bundesrepubilik überholt. An der Spitze liegt Irland mit 18,6 Neubauwohnungen pro tausend Einwohner gefolgt von Spanien mit 15 Einheiten. Deutschlands Nachbar Frankreich kommt auf 5,9 Wohnungen.

Im Schnitt wurden in den von Euroconstruct erfassten 15 westeuropäischen und vier osteuropäischen Staaten 5,2 Wohnungen pro tausend Einwohner errichtet. Laut LBS Research zeigt sich der Abstieg Deutschlands im Zehn-Jahresvergleich: Mit über 600.000 Fertigstellungen (7,4 pro tausend Einwohner) lag die Bundesrepublik im Jahr 1995 noch an zweiter Stelle in Europa. Seitdem sind die Neubauzahlen um mehr als 60 Prozent auf 239.000 Einheiten eingebrochen.

Damit besteht die Gefahr der Unterversorgung: Nach der jüngsten Prognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) herrscht bis zum Jahr 2010 ein jährlicher Bedarf von 280.000 Einheiten, das Berliner Forschungsinstitut emprica geht sogar von einem Bedarf von mindestens 330.000 Wohnungen aus.

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