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23. September 2009, 00:00
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BFW: Branche mit geteilter Stimmung

Die Geschäftsstimmung unter den Unternehmen der privaten Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bleibt weiterhin verhalten. Dennoch zeigt sich die Branche teilweise etwas optimistischer als noch im Frühjahr diesen Jahres. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

26 Prozent der vom Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft mit Sitz in Berlin befragten Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage als gut ein – sieben Prozent mehr als noch im Frühjahr 2009.

“Dies ist allerdings kein Grund zur Entwarnung”, glaubt BFW-Präsident Walter Rasch. “Rund zwei Drittel der Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage lediglich mit befriedigend. Dies ist der höchste Wert seit Beginn unserer Konjunkturumfragen im Frühjahr 2007.”

Die Erwartungen der Befragten an den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sind eher verhalten. Laut der halbjährlich unter den 1.600 BFW-Mitglieds- und verbundenen Unternehmen durchgeführten Umfrage erwarten rund drei Viertel (73 Prozent) keine Veränderungen, 14 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Geschäftslage.Positive Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf könnten lediglich 13 Prozent der Unternehmen kommunizieren – weniger als je zuvor.

Nach BFW-Angaben geben beispielsweise 15 Prozent der Unternehmen an, ihre Investitionen im weiteren Jahresverlauf steigern zu wollen. Nur noch 31 Prozent wollten sie senken. In der Frühjahresumfrage seien dies noch 38 Prozent gewesen. Allerdings sei der Unterschied zu der Zeit vor dem Einbruch der Finanzmärkte im vergangenen Herbst noch immer deutlich: Damals hätten lediglich 18 Prozent angegeben, ihre Investitionen drosseln zu wollen.

Degressive AfA als politische Top-Forderung

Befragt nach ihren wichtigsten wirtschaftlichen und rechtlichen Forderungen an die Politik der neuen Legislaturperiode liegt die Wiedereinführung der degressiven AfA als Top-Forderung der gesamten Branche im Meinungsranking auf Platz Eins. Laut der Umfrage glauben insgesamt drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen, dass eine Wiedereinführung der degressiven AfA deutliche positive Impulsen für die Neubautätigkeit setzen und damit zu einer Entspannung auf Märkten beitragen würde, die durch eine aufkommende Wohnungsknappheit geprägt sind.

Auch die Forderung nach einer Verankerung des Klimaschutzes im Mietrecht stellte eine zentrale Forderung der Branche dar, um mehr Spielraum bei energetischen Sanierungen zu erreichen. Drei Viertel der Befragten sehen das Mietrecht als Hemmnis für energetische Sanierungen und die Auflösung des Investor-Nutzer Dilemmas als vordringliche Aufgabe.

Im vermieteten Bestand, immerhin rund die Hälfte aller Haushalte, profitierten die Investoren nicht von den Einsparungen durch sinkende Energiekosten. “Klima- und Energieeffizienzmaßnahmen kommen vor allem und langfristig den Mietern als Nutzern zu Gute. Die Immobilien- und Wohnungsunternehmen fordern daher, dass alle energetisch- und klimaschutzwirksamen Maßnahmen vom Mieter zu dulden sind, nicht zu Mietminderung berechtigen und eine Modernisierungsmieterhöhung ermöglichen”, so Rasch. (te)

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