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3. November 2011, 09:17
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Handelsimmobilien-Investments nach drei Quartalen bereits auf Gesamtniveau 2010

Die Investitionen in europäische Handelsimmobilien haben trotz der volatilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bereits nach Ablauf der ersten drei Quartale 2011 das gesamte Vorjahresniveau egalisiert. Das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) beziffert der europaweite Transaktionsvolumen bis Ende September 2011 auf 20,4 Milliarden Euro.

Für das dritte Quartal 2011 notiert JLL ein Transaktionsvolumen von 6,7 Milliarden Euro. Sowohl das Vorquartal (4,9 Milliarden Euro) als auch das dritte Quartal des Vorjahres (3,8 Milliarden Euro) werden damit signifikant übertroffen. Das aufgelaufene Volumen bis Ende September repräsentiert demnach einen Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wurde bereits nach Ablauf von drei Quartalen das Gesamtergebnis des Jahres 2010 egalisiert. Insgesamt repräsentieren Handelsimmobilien im dritten Quartal laut JLL rund 30 Prozent des gesamten europäischen Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens. Besonders gefragt blieben Shopping Center, die nach JLL-Zahlen für fast zwei Drittel des gesamten Handelsimmobilienvolumens stehen.

Großbritannien und Deutschland bleiben der Untersuchung zufolge im dritten Quartal mit rund 1,85 beziehungsweise 1,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder für Handelsimmobilieninvestoren. Im dritten Quartal entfällt nach JLL-Angaben jeder zweite in Europa investierte Euro auf die beiden Länder. Das aufgelaufene Ergebnis der ersten drei Quartale sieht den Anteil der beiden Länder sogar bei fast zwei Dritteln.

Ebenfalls mit Blick auf die ersten neun Monate komplettieren Frankreich, Schweden und die Tschechische Republik die Top 5 nach Transaktionsvolumen. Insgesamt erreicht das tschechische Transaktionsvolumen im dritten Quartal laut JLL rund 600 Millionen Euro, was einem Anteil von fast zehn Prozent am gesamteuropäischen Volumen entspricht. In Polen, der Untersuchung zufolge einem der Wachstumsmärkte des zweiten Quartals setzt sich die positive Entwicklung mit einem Transaktionsvolumen von rund 511 Milliarden Euro im dritten Quartal fort. Mit einem bis Ende September aufgelaufenen Transaktionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro sind die Tschechische Republik und Polen nach JLL-Zahlen die mit Abstand stärksten Staaten der CEE-Region.

James Brown, Head of EMEA Retail Research bei JLL kommentiert: “Mit Blick auf 2012 ist für die europäische Gesamtwirtschaft und den Einzelhandelssektor im Speziellen mehr Gegenwind zu erwarten. Wir prognostizieren sowohl bei den Konsumenten als auch bei Einzelhandelsunternehmen und Investoren ein eher vorsichtiges Agieren. Dabei variieren die Aussichten allerdings erheblich in Hinblick auf einzelne Länder und Städte. Zum Teil werden sich ausgewählte europäische Metropolen weitaus besser entwickeln als es der jeweilige Länderausblick insgesamt vermuten lässt.”

Jeremy Eddy, Head of EMEA Retail Capital Markets ergänzt: “Es besteht eine gewisse Gefahr, dass Investoren ihre Entscheidungen nicht anhand der immobilienbezogenen Fundamentaldaten fällen sondern Investments vielmehr nach den weiter gefassten Geschäftschancen in bestimmten Zielländern beurteilen. Aus unserer Sicht sind attraktive Anlagemöglichkeiten unverändert verfügbar – auch in den derzeit von der Schuldenkrise besonders erfassten südeuropäischen Ländern. Dennoch müssen Kaufentscheidungen auf einem Mikrolevel entschieden werden und alle spezifischen Eigenschaften der Immobilie einbeziehen. Insgesamt zeigt sich die derzeitige Nachfrage nach Top-Objekten trotz der volatilen wirtschaftlichen Entwicklung in Europa weiterhin stark.”

JLL erwartet vor diesem Hintergrund auch für das vierte Quartal eine gleichbleibend gute Nachfrage nach erstklassigen Handelsimmobilien. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Immobilienberatungsunternehmen ein europäisches Retail-Transaktionsvolumen in Höhe von mehr als 28 Milliarden Euro. Dies würde einen Anstieg von über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen deutlich höheren Wert als im Jahr 2009 (12,3 Milliarden Euro) bedeuten.

Die Erhebung von JLL berücksichtigt europaweit über 400 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro. (te)

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