16. Februar 2012, 11:50

Immobilienmarkt: Im Höhenrausch

Die Wohnimmobilienpreise in den begehrten Lagen der Metropolen sind in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Nicht zuletzt die Euro-Sorge treibt die Anleger in die Backsteinanlage. Droht in Deutschland eine Immobilienblase?

Immobilienblase: Hafencity

Jens Schubert kann es noch immer nicht fassen. Vor fünf Jahren hat er in einem Neubauprojekt in guter Lage von Hamburg eine Eigentumswohnung erworben. Die Drei-Zimmer-Wohnung ist für seine wachsende Familie mittlerweile zu klein geworden. Beim Vergleich der Angebote im Internet stellt er fest, dass die Quadratmeterpreise in seinem Viertel seitdem um 30 Prozent angezogen haben. Der Verkaufserlös seiner Wohnung reicht aus, um ohne zusätzliche Mehrbelastung ein kleines Einfamilienhaus am Stadtrand zu erwerben.

Derart rasante Anstiege der Immobilienpreise für Neubauten und begehrte Stilaltbauten sind in den vergangenen Jahren in vielen zentralen Lagen der deutschen Metropolen zu beobachten gewesen. Sei es Prenzlauer Berg in Berlin, Hamburg-Winterhude und -Eppendorf, oder Münchens begehrte Trendlagen wie Haidhausen oder das Glockenbachviertel – um nur einige Beispiele zu nennen. Die Nachfrage der Käufer ist enorm, das Angebot kann nicht Schritt halten.

Rasanter Anstieg in Metropolen

Diese Entwicklung weist auch der Immobilienindex (IMX) des Portals Immobilienscout24 aus, das regelmäßig die Angebotspreise von Immobilien analysiert. Demnach sind vor allem die Preise für Neubauwohnungen deutlich geklettert, und dies sogar im deutschlandweiten Durchschnitt. Sie verzeichneten innerhalb von zwölf Monaten ein Plus von 5,3 Prozentpunkten (Stichtag Ende November 2011).

Für Wohnhäuser wurde ein Zuwachs von 1,8 Prozentpunkten verbucht, für Bestandswohnungen von einem Prozentpunkt. Deutlich zeigen sich die Preiszuwächse beim Blick auf einzelne Metropolen. So legte das Niveau für Neubauwohnungen in Hamburg nach den Ergebnissen des IMX innerhalb eines Jahres um ganze 11,3 Prozentpunkte zu, für München liegt der Anstieg bei 9,9 Prozentpunkten. In Köln wurde ein Plus von 4,1 Prozentpunkten über zwölf Monate verbucht.

Seite 2: Kann der rasante Zuwachs nachhaltig sein?

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5 Comments

  1. […] Die Preise zogen in den Großstädten kräftig für Immobilien an. So wundert sich so mancher, der vor wenigen Jahren eine Immobilie kaufte, dass diese nun mit satten Aufschlägen zu verkaufen wäre. Sind das schon die Vorboten einer Immobilienblase? Weiterlesen… […]

    Pingback von Immobilienblase in Deutschland? | Aktuelles und Informationen — 8. März 2013 @ 09:02

  2. Als Makler im Raum München sind Renditen von 4% und mehr nicht mehr zu realisieren. Gute entwicklungsfähige Standorte daher sehr gefragt, Vorsicht und gute Recherche sind geboten !

    Kommentar von H.Böhm — 17. Februar 2012 @ 20:36

  3. ads

    Kommentar von erdmann — 17. Februar 2012 @ 12:07

  4. guter Artikel

    Kommentar von erdmann — 17. Februar 2012 @ 12:07

  5. Interessanter Artikel. Und welche Mietrendite wird als vernünftig eingeschätzt? 4%, 5% ?

    Kommentar von Immobilienblogger — 16. Februar 2012 @ 17:54

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