Anzeige
Anzeige
5. Dezember 2012, 13:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preise für Zinshäuser steigen weiter

Das Preisniveau für Wohn- und Geschäftshäuser befindet sich nach einer aktuellen Analyse von Engel & Völkers weiterhin bundesweit im Aufwärtstrend. In Frankfurt, Hamburg und Berlin habe die Dynamik allerdings nachgelassen.

ZinshäuserSeit dem Frühjahr dieses Jahres hat die Preisentwicklung im Deutschlandtrend weiter an Dynamik gewonnen, so Engel & Völkers (E&V). „Günstige Finanzierungskosten bei gleichzeitiger hoher verfügbarer monetärer Liquidität und die steigende Unsicherheit bei alternativen Anlageprodukten sorgen für eine hohe Nachfrage, die in Einzelfällen spekulative Züge annehmen kann“, interpretiert Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei Engel & Völkers Commercial, die aktuellen Ergebnisse des zum fünften Mal veröffentlichten „Immobilien-Navigator Wohn- und Geschäftshäuser“.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 befänden sich die Märkte in der Mehrzahl der 24 von Engel & Völkers Commercial untersuchten Städte in einer beschleunigten Preisentwicklung. Dazu zählten insbesondere zahlreiche urbane Zentren in Nordrhein-Westfalen wie Düsseldorf und Köln, aber auch Stuttgart und Mannheim. Auch viele B-Städte wie Essen, Bonn, Bielefeld, Wiesbaden, besonders aber Hannover, zeigten durch das zunehmende Interesse der Investoren wieder einen beschleunigten Preisanstieg. Die Märkte in den neuen Bundesländern und in Berlin verzeichnen laut Engel & Völkers dagegen eine leicht abnehmende Dynamik. Auch die Metropolen Frankfurt und Hamburg hätten in der Preisentwicklung vorerst eine Pause eingelegt.

Werthaltigkeit statt Rendite

Trotz der sehr hohen Preise und Faktoren, bestehe offensichtlich weiterer Spielraum nach oben, so E&V. In München, dem teuersten Markt in Deutschland, würden bereits in den wenigen einfachen Lagen bis zu 20-Jahres-Nettokaltmieten für eine Anlageimmobilie bezahlt. „Mittlerweile steht bei vielen Abschlüssen, insbesondere in den Premiumlagen, nicht mehr die attraktive Rendite, sondern die Werthaltigkeit der Anlageentscheidung im Vordergrund“, verweist Rieckhoff auf einen Paradigmenwechsel auf Seiten der Privatinvestoren. Die aktuelle Preisentwicklung bilde dabei die vorhandene, realwirtschaftliche Angebotsknappheit von Wohn- und Geschäftshäusern ab.

„Da generell die Preise im Verhältnis zu den Mieten nicht überproportional steigen, kann man derzeit nur punktuell von einer Überhitzung des Marktes sprechen“, ist Rieckhoff überzeugt. Auch die Gefahr der Bildung einer Preisblase, deren Platzen und die dann erfolgenden Preiskorrekturen Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bergen würden, sei derzeit nicht gegeben. Ein Risikofaktor wäre unter anderem eine drohende Überschuldung der Investoren bei der Finanzierung mit Fremdkapital. Dies sei aber durch den hohen Anteil an Eigenkapital nicht gegeben. „Der überwiegende Teil unserer Privatkunden zahlt das erworbene Wohn- und Geschäftshaus zu großen Teilen, manchmal zu 100 Prozent, mit Eigenmitteln. 40 bis 50 Prozent sind fast die Regel“, führt Rieckhoff aus. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...

Immobilien

BGH stärkt Mieterrechte: Kündigung aus Eigenbedarf abgelehnt

Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil vom 29. März Leitlinien zum Umgang mit Wohnraumkündigungen wegen Berufs- oder Geschäftsbedarfs formuliert. Im vorliegenden Urteil klagte eine Vermieterin, deren Ehemann die Wohnung des Beklagten gewerblich nutzen wollte.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: “USA soll sich an die eigene Nase fassen”

Bereits seit Wochen übt US-Präsident Donald Trump harsche Kritik am deutschen Handelsbilanzüberschuss und wirft der Bundesrepublik “Währungsmanipulation” vor. Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn stellt in einem aktuellen Kommentar eine völlig andere Diagnose.

mehr ...

Berater

Fonds Finanz und Finanzchef24 kooperieren im Gewerbeversicherungsbereich

Der Münchener Maklerpool Fonds Finanz und das Münchener Fintech Finanzchef24 haben eine Kooperation im Gewerbeversicherungsbereich vereinbart. Vermittlern, die mit Fonds Finanz zusammenarbeiten, steht ab sofort ein Online-Beratungstool zur Verfügung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Versicherungsnehmer als Vermittler: Steuerbelastung für Versicherer

Vermittelt ein Versicherungsnehmer für den Versicherer Policen an Dritte, die als Versicherte gelten, muss der Versicherer die Versicherungssteuer auf den gesamten Policenverkaufspreis zahlen, selbst wenn er von dem Versicherungsnehmer nur die Nettoprämie erhält.

mehr ...