Anzeige
18. Dezember 2015, 15:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung 2016: Was sich im neuen Jahr ändert

Das neue Jahr wird zunächst mit günstigen Baufinanzierungszinsen starten, moderate Steigerungen im Jahresverlauf sind aber zu erwarten, so der Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Darüber hinaus gibt es neue Regelungen zum Thema Energieeffizienz und verbesserte Fördermöglichkeiten.

Immobilienfinanzierung

Immobilienkäufer sollten sich für das kommende Jahr auf leicht steigende Zinsen für Immobiliendarlehen einstellen.

Wer eine Immobilienfinanzierung plant, müsse sich auf Neuerungen bei gesetzlichen Regelungen und Fördermitteln einstellen. „Im Mittelpunkt stehen Themen wie Energieeffizienz, die Leistbarkeit von Wohnen und der Verbraucherschutz“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Bauzinsen: Im Spannungsfeld der Geldpolitik

Die Entwicklung der Immobilienkreditzinsen werde von zwei gegenläufigen Einflüssen bestimmt. Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik noch einmal weiter gelockert und belässt die Leitzinsen auf historisch niedrigem Niveau, während in den USA mit der Leitzinserhöhung die Zinswende eingeläutet wurde.

In diesem Spannungsfeld seien kurzfristig Schwankungen um ein insgesamt günstiges Niveau zu erwarten, mittel- bis langfristig könnten die Zinswende in den USA und eine konjunkturelle Erholung in Europa aber zu steigenden Konditionen führen.

Moderater Zinsanstieg

„Wir erwarten einen eher moderaten Anstieg in 2016“, sagt Michiel Goris. „Die Finanzierung der eigenen Immobilie wird voraussichtlich teurer, aber nicht teuer“. Denn im historischen Vergleich seien die derzeitigen Zinsen von oft unter zwei Prozent für zehnjährige Zinsbindungen nach wie vor sehr günstig – vor fünf oder zehn Jahren lagen sie zum Teil mehr als doppelt so hoch mit entsprechend höheren monatlichen Raten.

Schärfere Vorgaben für Energieeffizienz, bessere Förderung

Ab 2016 tritt die nächste Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Formal bleibt die EnEV 2014 bestehen, jedoch werden die energetischen Anforderungen verschärft.

„Für Bauherren bedeutet die EnEV ab 2016, dass die Anforderungen an den Primärenergiebedarf um 25 Prozent angehoben werden – was die Baukosten oft erhöht“, sagt Goris. Wer einen Neubau plant, könne dafür aber auch von neuen Fördermitteln profitieren.

KfW-Effizienzhaus 70 wird Standard

Die staatliche Förderbank KfW hat dazu einige Programme angepasst. So wird der Förderhöchstbetrag im KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ ab April 2016 von 50.000 Euro auf 100.000 Euro heraufgesetzt. Das KfW-Effizienzhaus 70 werde allerdings nicht mehr gefördert, da es durch die EnEV ab 2016 Standard wird.

„Wer ein solches Haus plant und noch KfW-Förderung erhalten will, muss bis Ende März seinen Kreditantrag stellen“, erklärt Goris.

Seite 2: Änderungen bei Mietrecht und Verbraucherschutz

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...