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11. September 2015, 08:15
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Immobilien, Aktien und Renten im Vergleich

Wie sind die Renditen und das Risiko von Immobilien, Aktien und Renten im Vergleich? Das Forschungsinstitut Bulwiengesa hat die Werte deutscher Wohnimmobilien mit anderen Anlagen verglichen.

Gastbeitrag von Thomas Meyer, Wertgrund Immobilien

Westgrund-meyer- in Immobilien, Aktien und Renten im Vergleich

“Im historischen Vergleich sind deutsche Wohnimmobilien, wenn man ihre Mietrendite mit dem maßgeblichen Vergleichswert der zehnjährigen Bundesanleihe vergleicht, trotz gestiegener Preise heute so günstig bewertet wie noch nie zuvor.”

In den vergangenen Jahren sind die Preise für Wohnimmobilien ebenso wie die Aktienkurse stark gestiegen. Historisch gesehen waren Wohnimmobilien jedoch noch nie so günstig wie heute. Das wird deutlich, wenn man die Mietrendite für Wohnimmobilien mit einer Zehn-Jahres-Anleihe vergleicht. 1999 betrug die Mietrendite 4,32 Prozent, Ende 2014 waren es 3,45 Prozent. Das ist ein Rückgang um 0,87 Prozentpunkte.

Wohnimmobilien: Eine günstige Anlage

Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte 1999 mit 4,49 Prozent. Ende 2014 waren es nur 0,39 Prozent, der Rückgang betrug also 4,1 Prozent. Bildet man die Differenz zwischen der Mietrendite und der Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe, so lagen beide 1999 nur 0,17 Prozent auseinander, während es heute 3,06 Prozent sind. Das heißt: Gemessen an diesem Referenzwert sind Wohnimmobilien so günstig wie noch nie.

Aufschlussreich ist eine vergleichende Betrachtung von Rendite und Risiko in den Jahren 1992 bis 2004. Verglichen wurde hier der Total Return, also die Summe von Mietrendite und Wertänderungsrendite für deutsche Wohnimmobilien in A-Städten und in B-Städten. Der durchschnittliche Total Return betrug in diesem Zeitraum in den A-Städten 7,9 Prozent, in den B-Städten 8,3 Prozent.

Das war sowohl besser als der weltweite Aktienindex MSCI World (6,9 Prozent per annum) und als der deutsche Rentenindex REX (6,3 Prozent per annum). Nur der DAX lag etwa zwei Prozentpunkte höher (zehn Prozent).

Seite zwei: Hohe Standardabweichung beim DAX

2 Kommentare

  1. Wer solche Renditevergleiche anstellt, sollte ein wenig mehr Wissen haben über die Details von Anlageklassen. Der zitierte MSCI World-Index ist ein sog. Kursindex, der noch keine Dividenden enthält. Die Dividenden betrugen aber jährlich ca. 3%. so werden aus den zitierten 6,9% rasch 9,9% p.a. Damit rentierten sowohl der globale wie der deutsche Aktienmarkt deutlich besser – bei erheblich geringerem Risiko, weil weder ein Finanzierungshebel nötig ist, noch ein massives Klumpenrisiko besteht.

    Kommentar von Karl Alexander Marx — 15. September 2015 @ 19:00

  2. Dieser Artikel und v.a. dessen Aussage ist völlig sinnfrei. Verglichen werden hier die durchschnittlichen Marktrenditen und deren Volatilitäten von Aktien, Renten und Immobilien. In Aktien und Renten kann ein privater Anleger problemlos breit diversifiziert investieren (Fonds, ETFs u.ä.). Will er hingegen in deutsche Wohnimmobilien investieren, muss er – außer er verfügt über mehrere Millionen Euro – konzentriert in sehr wenige Einzelimmobilien investieren. Systembedingt steigt damit das Risiko erheblich an, da die Streuung zwangsläufig fehlt. Die Zahlen sind also mathematisch vermutlich korrekt, bieten aber keinerlei praktische Relevanz. Für die allermeisten Privatanelger sind Aktien und Renten das weitaus sinnvollere Investment gegenüber Wohnimmobilien. Dieser Artikel ist tendenziös (nachvollziehbar bei einem Verfasser aus der Immbilienbranche) und taugt nicht, um privaten Anlegern sinnvolle Entscheidungshilfen zu geben.

    Kommentar von Hans-Joachim Reich — 11. September 2015 @ 13:07

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