11. Dezember 2015, 09:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkauf: Folgekosten für Energieeffizienz oft unbekannt

Die Deutschen lieben energieeffiziente Immobilien – wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, so eine gemeinsame Umfrage von Immobilienscout24 und Interhyp. Die Mehrheit der Befragten rechnet außerdem mit Folgeinvestitionen zur energetischen Sanierung, ohne allerdings die genauen Kosten einschätzen zu können.

Energieeffizienz

Kaufinteressenten beurteilen die Folgekosten zur Verbesserung der Energieeffizienz insgesamt wesentlich optimistischer als im Vorjahr.

Die Umfrage zum „Immobilienbarometer“ ergab, dass rund 63 Prozent den energetischen Zustand ihres künftigen Wohntraums als wichtig einstufen – solange die Kosten verhältnismäßig ausfallen.

Wichtiges Kriterium

Für die Mehrheit (63 Prozent) stellt die Energieeffizienz des Objekts ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung dar. Tatsächlich macht aber nur rund jeder Achte (13 Prozent) den Immobilienerwerb vom energetischen Zustand abhängig.

Besonders im Vergleich zum Vorjahr (2014: 20 Prozent) werde ein leicht rückläufiges Interesse deutlich.

Folgeinvestitionen werden unterschätzt

Kaufinteressenten beurteilen die Folgekosten zur Verbesserung der Energieeffizienz nach dem Immobilienkauf insgesamt wesentlich optimistischer als noch im Vorjahr. Rechneten 2014 noch knapp 57 Prozent aller Umfrageteilnehmer mit Folgeinvestitionen, kalkulieren in diesem Jahr 49 Prozent mit solchen Ausgaben.

Unter denjenigen, die mit Folgekosten rechnen, herrscht allerdings Unklarheit über das Ausmaß. Jeder dritte Immobilienkäufer (30 Prozent) kann die Höhe möglicher Folgekosten nicht beziffern.

„Wer den energetischen Zustand der Immobilie verbessern will, darf die Kosten nicht unterschätzen. Vor der Umsetzung der Maßnahme sollten sich Eigenheimbesitzer einen genauen Überblick über das Ausmaß machen und sich sehr gut über die Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Manche Modernisierungsmaßnahmen werden auch durch staatliche Fördermittel mit sehr niedrigen Zinsen unterstützt“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Skepsis gegenüber Energieausweis bleibt

Noch immer fällt der Energieausweis, der für Transparenz beim Immobilienkauf sorgen soll, bei den Umfrageteilnehmern durch.

„Die Umfrage zeigt, dass sich knapp 80 Prozent der Kaufinteressenten kaum oder gar nicht informiert fühlen. Auf unserer Website finden Eigenheimbesitzer alle wichtigen Informationen zum Energieausweis, der immer dann erforderlich ist, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder neu vermietet wird“, sagt Christian Henk, Vice President Consumer bei Immobilienscout24.

Nur rund jeder Siebte (14 Prozent) bewertet den Informationsgehalt dieses Dokuments tatsächlich als gut. Kritikpunkt: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller Umfrageteilnehmer bemängeln, dass der Energieausweis zwar den Energieverbrauch dokumentiert, aber keine Rückschlüsse über den tatsächlichen energetischen Zustand des Objekts zulasse. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...