19. Januar 2016, 12:37

Immobilienunternehmen rechnen mit Preisanstieg

Immobilienunternehmen rechnen mit steigenden Kaufpreisen in 2016. Das geplante Mietrechtspaket wird kritisch gesehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Immobilienverbandes IVD.

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Immobilienunternehmer erwarten für 2016 höhere Immobilienpreise.

Eine Umfrage des IVD zur Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes in Deutschland 2016 ergab, dass Unternehmer eine positive Entwicklung erwarten. Befragt wurden Maklerbetriebe, Verwaltungsunternehmen und Sachverständige.

78 Prozent der Befragten erwarten Nachfragezuwächse bei Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser. Nach Einschätzung von 76 Prozent der Immobilienunternehmer steigt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern für Selbstnutzer. Die Entwicklung vermieteter Eigentumswohnungen wird von 59 Prozent positiv eingeschätzt.

Preisanstieg durch Nachfrageplus

Die steigende Nachfrage wird nach Meinung der Befragten auch in den Kauf- und Mietpreisen widerspiegeln. 77 Prozent erwarten höhere Kaufpreise für Baugrundstücke von Ein- und Zweifamilienhäusern, von einem Preisanstieg bei Baugrundstücken für Mehrfamilienhäusern gehen 74 Prozent aus. Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass die Preise von Einfamilienhäusern klettern werden. Eigentumswohnungen werden nach Einschätzung von 72 Prozent der Experten teurer. Mit höheren Mietpreisen rechnen weniger als 60 Prozent.

Das niedrige Zinsniveau wird von 87 Prozent der Immobilienexperten als Kaufmotiv Nummer eins betrachtet. “Die geringen Finanzierungskosten führen aktuell zu einer besonders günstigen Erschwinglichkeit für Wohnimmobilien. Die Entscheidung für die Investition in ein Eigenheim wird dadurch unterstützt”, erklärt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD.

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Mietrechtspaket wird nicht begrüßt

Die Folgen der Einführung des Mietrechtspaketes, nach einem Vorschlag von Bundesjustizminister Heiko Maas, werden in der IVD-Umfrage eindeutig negativ bewertet.

Das Mietrechtspaket soll bestehendes Mietrecht zu Gunsten von Mietern ändern. So soll beispielsweise der Betrachtungszeitraum für die Erstellung eines Mietspiegels von vier auf zehn Jahre angehoben werden und der Anteil der Modernisierungskosten, der auf Mieter umgelegt werden darf, künftig acht statt elf Prozent betragen.

“Sollte das Mietrechtspaket so kommen, wie es der Bundesjustizminister vorgeschlagen hat, bleiben dringend benötigte Investitionen in den Wohnungsbestand und auch in den Neubau aus. Die Folgen wären gravierend, nicht nur für die Immobilienwirtschaft sondern auch für Wohnungssuchende und Mieter”, so Schick.

Die Umfrageergebnisse bekräftigen Schicks Einschätzung. 78 Prozent rechneten mit einem Rückgang der Modernisierung von Mietwohnungen, 73 Prozent erwarten sinkende Investitionen in den deutschen Immobilienmarkt und 42 Prozent rechnen mit mittelfristig steigenden Mieten. (kl)

Foto: Shutterstock


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