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9. September 2013, 09:00
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Auch Gewohnheitstiere müssen sich der Evolution anpassen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das gilt auch bei der Geldanlage. Jahrzehntelang waren deutsche Staatsanleihen dank attraktiver Zinserträge deutlich oberhalb der Inflationsrate bei absoluter Sicherheit am Anleihemarkt einer der großen Anlageklassiker.

Kolumne von Philipp von Königsmarck, Fidelity Worldwide Investment

Fidelity

Philipp von Königsmarck, Fidelity

 

Doch diese goldenen Zeiten sind vorbei, die Finanzmärkte haben sich verändert. Das hat mittlerweile sogar die Mehrheit der Deutschen akzeptiert: 52 Prozent der Menschen hierzulande gehen davon aus, dass die Zinsen auf Spareinlagen und Bundesanleihen frühestens in drei Jahren wieder über der Inflationsrate liegen werden. Immerhin, der erste Schritt ist mit dieser Erkenntnis getan. Jetzt müssen die Anleger nur noch handeln. Nur noch … Aber wie?

So verzichtet rund ein Drittel der Deutschen, die aktuell Geld angelegt haben, darauf, ihre Anlagen auf die neue Situation anzupassen, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen. Dabei bietet beispielsweise der globale Anleihemarkt doch Alternativen auch für sicherheitsorientierte Sparer. Trotz Niedrigzinsumfeld bieten Anleihen Möglichkeiten, eine angemessene Rendite bei einem relativ hohen Maß an Sicherheit zu erzielen. Wichtig ist dabei eine Kombination aus einer globalen Ausrichtung, einer breiten Streuung über mehrere Anleihesegmente hinweg und vor allem einer laufenden Anpassung der Anlage an sich rasch ändernde Marktbedingungen.

Anleihen sind aussichtsreich, bedürfen aber eines aktiven Managements

Der Instrumentenkasten sollte zu diesem Zweck die unterschiedlichsten Anleiheklassen rund um den Globus berücksichtigen: So liefern Staatsanleihen erstklassiger Bonität wie die von Deutschland vor allem Sicherheit und Liquidität. Höhere Renditechancen eröffnen dagegen Anleihen von Unternehmen, Schwellenländer- und Hochzinsanleihen. Gerade bei den beiden letzteren Anlageklassen muss eine sorgfältige Auswahl und gezielte Beimischung erfolgen.

Zusätzlich schützen sogenannte inflationsindexierte Anleihen die Kaufkraft des Vermögens bei steigender Inflation und sollten somit ein weiterer Pfeiler des Anleiheportfolios sein. Zwar bereiten Anlegern Inflationssorgen derzeit offenbar keine schlaflosen Nächte. Aber es sind die möglichen künftigen Auswirkungen einer Geldentwertung, die man im Blick haben muss, nicht der heutige Preisauftrieb. Eine Gefahr stellt hier die extrem lockere Geldpolitik der Zentralbanken dar, mit der absolutes Neuland betreten wird.

In dieser Situation ist eine flexible und regelmäßige Anpassung des Anleiheportfolios an das Marktgeschehen entscheidend, um es je nach Situation der Wirtschats- und Finanzmärkte optimal auszubalancieren. So ist es als Alternative zu deutschen Staatsanleihen ein echtes Basisinvestment im festverzinslichen Bereich, auch für Gewohnheitstiere.

 

Autor Philipp von Königsmarck leitet den Vertrieb über unabhängige Finanzdienstleister bei der Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investment, Kronberg im Taunus, und ist regelmäßiger Cash.-Kolumnist.

Foto: Fidelity Worldwide Investment

 

 

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