Anzeige
21. Februar 2013, 11:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Phaidros-Fonds setzt auf gefallene Engel

Der Münchener Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz hat mit dem Phaidros Funds Fallen Angels (LU0872913917) einen Rentenfonds aufgelegt, der in das Segment der sogenannten Fallen-Angel-Bonds investiert.

Phaidros

Georg Graf von Wallwitz, Eyb & Wallwitz

Die beiden Fondsmanager Dr. Georg Graf von Wallwitz und Dr. Ernst Konrad investieren das Fondsvermögen schwerpunktmäßig in Anleihen großer Unternehmen an, deren Rating unter die Marke von BBB gefallen ist.

Solidität und Kursfantasie

„Die Fallen Angels bieten Solidität und Kursfantasie. Sie stellen ein Qualitätssegment innerhalb des High-Yield-Bereichs dar“, sagt Dr. Georg Graf von Wallwitz, Firmenmitgründer und Geschäftsführer der Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement.

Die zur Gruppe der Fallen Angels zählenden Zinspapiere sind ursprünglich mit einem Investmentgrade-Rating (BBB oder besser) an den Anleihenmarkt gekommen. Anschließende Bonitätsherabstufungen führen dann häufig zu einer Verkaufswelle mit Kurseinbußen, die oftmals über das gerechtfertigte Maß hinausgehen.

„Value-orientierte Investoren können diese Papiere anschließend mit einem deutlichen Preisabschlag zu ihrem intrinsischen Wert erwerben“, meint Dr. Ernst Konrad. Und weiter: “In der aktuellen Niedrigzinsphase stellen Fallen Angels somit eine Depotbereicherung mit überdurchschnittlichen Renditeperspektiven dar. Eine spezielle Fondslösung, die Anlegern und Investoren dieses Anlagesegment erschließt, ist bisher europaweit nicht verfügbar gewesen.”

Die beiden Fondsmanager streben ein Portfolio an, das zu etwa 75 Prozent aus Euro-notierten Anleihen etablierter Unternehmen mit einem BB beziehungsweise BB+ Rating besteht, dem höchsten für High Yield Titel.

„Damit kommen die im Fonds enthaltenen Wertpapiere einer Investmentgrade-Note recht nahe. Sie weisen bei vergleichbaren Laufzeiten jedoch deutlich höhere Ablaufrenditen auf“, so Konrad.

Die Bewertungsvorteile der Fondstitel zahlen sich aus. Nach Recherchen von Eyb & Wallwitz kommen Hochzinsanleihen im globalen Maßstab auf eine durchschnittliche jährliche Ausfallrate von 4,3 Prozent. Bei Fallen Angels beträgt dieser Wert nur 1,4 Prozent, liegt also nur etwa ein Drittel so hoch.

Konrad: „Fallen Angel Anleihen fallen aber nicht nur seltener aus als der Durchschnitt des Hochzinssegments. Diese Bonds werden auch wesentlich liquider gehandelt. Investoren erhalten außerdem ein aussagekräftiges Research. In einem Drittel aller Fälle können die betroffenen Unternehmen ihren guten Ruf als Investmentgrade-Gesellschaft später sogar wieder herstellen, was Kurssteigerungen der dahinter stehenden Anleihen nach sich zieht.”

Fallen Angels erfolgreicher

Schließlich räumten die Firmen der Wiedererlangung ihres Top-Ratings hohe Priorität ein, so Konrad. Zumeist handele es sich um etablierte Großkonzerne, die langfristig planten und sich auch zukünftig preiswert am Kapitalmarkt refinanzieren wollten.

“Bei Anleihen, die bereits zum Zeitpunkt ihrer Emission dem High Yield-Bereich angehörten, ist später dagegen nur sehr selten ein Rating-Aufstieg zu beobachten. Nicht zuletzt deshalb waren Anleger in der Vergangenheit mit Fallen Angels erfolgreicher. Diese Papiere erzielten bessere langfristige Renditen als der Durchschnitt des High Yields-Segments, was angesichts ihrer Bonitätsvorteile und höheren Liquidität verblüfft“, erklärt der Fondsmanager.

Die Ausgabe der Fondsanteile kostet maximal vier Prozent Aufschlag. Die jährlich Gebühren liegen bei 1,43 Prozent. Eine Performance-Gebühr in Höhe von zehn Prozent des Vermögenszuwachses wird ab dem zweiten Geschäftsjahr erhoben. (mr)

Foto: Eyb & Wallwitz

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...