Anzeige
Anzeige
25. Februar 2015, 14:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVR: Produktivitätsmängel beheben

Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich um mindestens 1,5 Prozent und damit solide wachsen. Auf Dauer wäre aber deutlich mehr Wachstum möglich. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht.

Industrie-2-750 in BVR: Produktivitätsmängel beheben

BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin: “Die Chancen der Digitalisierung werden noch nicht gut genug genutzt. Gemessen am Technologieführer USA hinkt Deutschland bei der Entwicklung der Produktivität hinterher.”

Digitale Agenda hat Priorität

Wäre die Produktivität in Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren so stark gestiegen wie in den USA, wäre die Wirtschaftsleistung heute pro Kopf um gut zehn Prozent höher. Richtig sei es daher, dass die Bundesregierung dem Breitbandausbau eine hohe Priorität einräume und mit ihrer digitalen Agenda den Wandel konstruktiv begleite.

Wachstum nur bei Einhaltung des Reformkurses

Doch würden auch mehr Investitionen in Bildung einen wichtigen Beitrag zum Wachstum leisten, da die Anforderungen im Erwerbsleben mit den neuen Technologien weiter zunehmen. Voraussetzung für das 2015 prognostizierte kräftige Wirtschaftswachstum sei allerdings, dass sich die Erholung im Euroraum fortsetze und der Reformkurs in allen Mitgliedsstaaten beibehalten werde.

Deutschland ist Scheinriese beim Wirtschaftswachstum

Positiv auf die Konjunktur wirkten die Abschwächung des Euro, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporte erhöhe, und der niedrige Preisanstieg, der die Kaufkraft der privaten Haushalte stärke. Beim Wirtschaftswachstum sei Deutschland ein Scheinriese, so der BVR.

Solides Wachstum verglichen mit Nachbarstaaten

Solide falle das Wirtschaftswachstum im Vergleich mit den Nachbarstaaten im Euroraum aus, die seit Jahren große strukturelle Schwächen zu bewältigen hätten. Gegenüber den USA falle Deutschland hingegen beim Wirtschaftswachstum pro Kopf der Bevölkerung deutlich zurück. Hatte Deutschland in den 1980er Jahren in der Spitze mehr als 95 Prozent des US-Niveaus erreicht, seien es heute weniger als 80 Prozent.

Schwache Produktivitätsentwicklung

Dies sei vor allen Dingen auf die schwache Produktivitätsentwicklung zurückzuführen. In Deutschland wie auch bei den meisten Staaten des Euroraums habe sie sich seit Mitte der 1990er Jahre deutlich schwächer als in den USA entwickelt.

Demografische Alterung größte Herausforderung

Durch ein stärkeres Produktivitätswachstum würde nicht nur das materielle Wohlstandsniveau erhöht, sondern auch die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen wie etwa der demografischen Alterung deutlich erleichtert. Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnik trügen überproportional zum Wirtschafts- und Produktivitätswachstum bei. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Sentix Asset Management und Universal Investment legen neuen Fonds auf

Mit der neuen Strategie “Sentix Total Return” offensiv erweitern Sentix Asset Management und Universal Investment ihre Produktpalette.

mehr ...

Berater

Verkaufen im Grenzbereich

Wenn Sie mit Ihrer klassischen Nutzenargumentation nicht weiterkommen, dann wechseln Sie auf die Schmerz-Seite und sichern so Ihren Umsatz zum Wohle Ihrer Kunden. Denn Schmerz-Vermeidung ist das stärkste Kaufmotiv. Gastbeitrag von Dirk Kreuter, Vertriebsexperte

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...