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14. August 2007, 00:00
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AMB Generali stellt Volksfürsorge auf den Prüfstand

Die AMB Generali will das Deutschlandgeschäft neu ordnen und erwägt eine Fusion seiner beiden Versicherungstöchter Volksfürsorge, Hamburg, mit der in München ansässigen Generali Versicherung. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird aktuell im Vorstand und Aufsichtsrat des italienischen Versicherungskonzerns überlegt, die Zentrale des traditionsreichen Hamburger Versicherers vollständig nach München zu verlegen und die seit 95 Jahren bekannte Marke in Generali Versicherungen umzubenennen.

In einer E-Mail hatte Dietmar Meister, Vorstandssprecher der AMB Generali in Deutschland, unter anderem geschrieben, dass die Volksfürsorge innerhalb des Generali Konzerns deutlich aufholen müsse. Oberstes Ziel aller strategischen Maßnahmen sei es, die Effizienz zu steigern und die Kostenposition zu verbessern. Deshalb könne es sein, dass weitere strukturelle Veränderungen notwendig würden. Marken seien nicht für immer und ewig unantastbar.

Die Volksfürsorge wollte gegenüber cash.-online die Vorgänge nicht kommentieren. Der Beitrag im Focus sei spekulativ, heißt es. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Spiegel eine Meldung mit ähnlichen Überlegungen verbreitet.

In einem cash.-online vorliegenden Brief bittet der Vorstandsvorsitzende Jörn Stapelfeld die Mitarbeiter der Volksfürsorge, sich nicht durch die immer wiederkehrenden Berichte beunruhigen zu lassen. Derzeit seinen keine derartigen Maßnahmen entschieden. ?Dass im Rahmen von strategischen Planungen in einem international ausgerichteten Konzern Überlegungen über Struktur-Veränderungen erörtert werden, ist völlig normal und legitim?, sagt Stapelfeld.

Gleichwohl stellt sich die Frage, was die AMB Generali mit der Umstrukturierung beabsichtigt. So wird in der Branche vermutet, dass die Muttergesellschaft nach wie vor mit den Vertriebsleistungen der Hamburger Versicherungsgruppe unzufrieden ist. Erst Anfang Mai hatte der ehemalige AMB Generali Vorstandsvorsitzende Dr. Walter Thießen offen die Stammorganisation und den angestellten Außendienst der Volksfürsorge kritisiert. Dort seien sowohl Leistungsfähigkeit als auch Beitrag deutlich zurückgegangen.

Andererseits hat sich die Volksfürsorge gerade in diesem Bereich neu strukturiert und zudem den Maklervertrieb deutlich gestärkt. So hatte die Gesellschaft zum Jahresbeginn 2007 von der ebenfalls zum AMB Generali gehörende Aachen Münchener Lebensversicherung den kompletten Maklerservice für das Segment Leben sowie die Ampas, die Maklerservicegesellschaft für das Sachgeschäft übernommen und in den Konzern integriert. Nach Angaben der Gesellschaft liegt der Anteil des Maklervertriebs am Gesamtumsatz mittlerweile bei deutlich über 40 Prozent.

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