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15. Juni 2009, 00:00
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bAV: Longial sieht Pensionsrückstellungen gefährdet

Der bAV-Spezialist Longial warnt vor einer ?Katastrophe der zweiten Säule der Altersvorsorge.? Gemeint sind die Pensionsvermögen in den Handelsbilanzen deutscher Unternehmen.

Dem Düsseldorfer Beratungshaus zufolge sind diese Posten im vergangenen Jahr aufgrund des Einbruchs der Kapitalmärkte um 13 Milliarden Euro auf 125 Milliarden Euro geschrumpft. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sei durch die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise also direkt beeinträchtigt.

Für einen wesentlichen Aspekt hält Longial Kurzarbeit, die sich vor allem bei der Entgeltumwandlung, aber auch bei Zeitwertkonten auswirke. Reduzierte oder im schlimmsten Fall nicht mehr zahlbare Beiträge machten nicht nur die Versorgungslücke größer, sondern gefährdeten auch den zumeist in die bAV eingeschlossenen Schutz gegen Berufsunfähigkeit, so das Unternehmen.

Für Arbeitnehmer biete es sich deshalb an, die Altersversorgung mit eigenen Beiträgen fortzuführen. Arbeitgeber liefen indes Gefahr, dass zugesagte Leistungen für Kurzarbeiter nicht gedeckt sind, wenn Beiträge vorübergehend gekürzt werden. In solchen Fällen sollte unbedingt rechtzeitig der Versicherer kontaktiert werden, um gemeinsam Lösungen zu finden. (hb)

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