Pflegeversicherung: Weder FDP-Pläne noch Beitragserhöhungen finden großen Anklang
Die staatliche Pflegeversicherung wird vermutlich nicht mehr lange reichen, um die Pflege der in Deutschland lebenden Senioren zu gewährleisten. Erhöhung der Beiträge zur staatlichen Umlage oder Verpflichtung zur privaten kapitalgedeckten Vorsorge – wie soll das Problem gelöst werden? 
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) plädiert für Letzteres. Die meisten Bundesbürger lehnen indes entweder beide Varianten ab, oder haben keine Meinung zum Thema, wie eine Umfrage des Kölner Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics unter 1.700 Wahlberechtigten zeigt (siehe Grafik).
Den FDP-Plänen zur ergänzenden kapitalgedeckten Zusatzversicherung kann allerdings immerhin noch jeder Vierte etwas abgewinnen. Erhöhte Beiträge im umlagefinanzierten staatlichen System stehen dagegen noch niedriger im Kurs, nur jeder Fünfte wäre dazu bereit. (hb)
Foto: Shutterstock; Grafik: You Gov Psychonomics
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Ich halte die Verlagerung und Absicherung von biometrischen Risiken in die Privatwirtschaft grundsätzlich für fragwürdig. Private Unternehmen müssen und vor allem eines: Geld verdienen! Das paßt nicht zur Absicherung von biometrischen Risiken, die quasi ein öffentliches Gut darstellen. Hier ist m.E. eine kollektive Absicherung durch den Staat sinnvoller. Zudem, es stellt sich ja die Frage: Was wird mit den schlechten Risiken, die die privaten nicht wollen? Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren?
Kommentar von Der Finanzschrauber — 22. Januar 2010 @ 13:24