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21. September 2012, 11:48
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Verunsicherung bei PKV-Versicherten: Internet als erste Recherchequelle immer weiter verbreitet

In den vergangenen Monaten stand die private Krankenversicherung in der Presse nicht eben gut da: Erneut steigende Beiträge, schlechter werdende Versorgung und prognostizierte Beitragsanpassungen.

Gastbeitrag von Albert Gottelt, Chefredakteur des unabhängigen 1A Verbraucherportals.

Internetshopping in Verunsicherung bei PKV-Versicherten: Internet als erste Recherchequelle immer weiter verbreitet

Alles gar nicht so schlimm, sagt zumindest sinngemäß Roland Weber, Vorstandsmitglied der Debeka-Versicherung, in einem Beitrag in der Zeitschrift für Versicherungswesen (Ausgabe 15/2012). Doch immer mehr Verbraucher machen sich ihr eigenes Bild und recherchieren im Internet zu Finanz- und Versicherungsthemen.

Verbraucher holen sich zunehmend Rat in diversen Internetforen über Wechselmöglichkeiten und suchen immer häufiger den Weg in die Vergleichsportale. Ungewissheit und finanzielle Ängste sind deutlich zu spüren. Die Meisten interessieren sich für Tarifrechner, Ratgeber oder Informationen über Beiträge, Kosten und Leistungen.

Ein Anbieter- oder Tarifwechsel kann sich oft lohnen, aber eben nicht immer und für jeden. Verbrauchern ist daher zu empfehlen, vorab alle Tarife miteinander zu vergleichen und sich ausgiebig mit dem System auseinanderzusetzen.

Blick auf das private System schafft Abhilfe

Wer sich auf einen Blick informieren will, wann sich eine private Krankenkasse lohnt, welche Berufsgruppen sich privat versichern können und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, der wird im Internet häufig fündig. Neben den ausführlichen Erläuterungen zum PKV-System sowie Informationen über Tarife und Beiträge sind im Netz Checklisten, Tipps und Entscheidungshilfen meist kostenfrei abrufbar.

Vorsicht bei Lockangeboten

Entgegen branchenüblicher Beispiel- und Locktarife, die gerade im Internet weit verbreitet sind, gilt es darauf zu achten, dass ein PKV-Beitragsrechner echte Tarife, keine Beispieltarife, aufführt. Nur dann können Verbraucher die verschiedenen Angebote auf dem Markt überblicken sowie gezielt miteinander vergleichen.

Dies empfehlen auch der Bund der Versicherten oder die Verbraucherzentralen der Länder, insbesondere vor einem Neuabschluss.

Mit guter Beratung Kosten und Beiträge senken

Vor allem Angestellte, Selbständige und Beamte können von den Vorteilen der privaten Krankenversicherungen profitieren. Um Kosten einzusparen raten Verbraucherschützer dazu, die Leistungen so zu wählen, dass keine Über- oder Unterversicherung entsteht. Demnach sollten Versicherte nur den Risikoschutz wählen, den sie auch tatsächlich benötigen.

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3 Kommentare

  1. Die Achilleferse der Informationsflut, gerade rund um die Private Krankenversicherung, ist nun mal die Quantität zu Lasten der Qualität. Hier helfen aber auch die Empfehlungen und Analysen der Stiftung Warentest zur PKV

    Kommentar von Asenta — 22. September 2012 @ 12:30

  2. “Versicherte nur den Risikoschutz wählen, den sie auch tatsächlich benötigen”, dies fällt dem Verbraucher bzw. Versicherten aber zunehmend schwerer, lassen sich die Bedingungswerke der Privaten Krankenversicherer doch schwerlich vergleich noch verstehen. Die Fallstricke in den Bedingungen zu erkennen ist für einen Laien nahezu unmöglich, und dadurch wird schnell mal ein Versicherungsschutz ohne wichtige Basics abgeschlossen. Die “Unterversicherung” ist dann der Fall, und anschließend das Erstaunen groß so sich der Versicherer an die vertragsgemäßen Bedingungen hält. Eine fachkundige und vor allem individuelle Information ist deshalb ratsam, Vergleichsportale können hier nur bedingt weiterhelfen.

    Kommentar von André Perko - FINANCEDOOR GmbH — 21. September 2012 @ 17:19

  3. Viele Verbraucher nutzen das Internet als Informationsquelle beim Themenbereich : Private Krankenversicherung. Leider ist eine Vielzahl der Informationen schlichtweg falsch, da im Netz ja jeder schreiben kann was er möchte. Dies führt zum Teil auch zu einer weiteren Verunsicherung der verbraucher.

    Kommentar von Thomas Ludolph — 21. September 2012 @ 15:19

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