Anzeige
22. Mai 2013, 15:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa-Chef: “Versicherungswirtschaft wird sich fundamental verändern”

Der Kölner Axa Konzern erzielte im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 10,5 Milliarden Euro – ein Minus von 1,6 Prozent im Vergleich zu 2011. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 44,4 Prozent auf 388 Millionen Euro. Konzern-Chef Dr. Thomas Buberl will vor allem das Neugeschäft profitabler gestalten.

Thomas Buberl, Axa Konzern

Thomas Buberl, Axa Konzern

Das stärkste Wachstum wurde laut Axa in der Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von 5,1 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro erzielt. Maßgeblich hierfür sei die Kraftfahrtversicherung (plus 6,1 Prozent) gewesen, wo der Konzern neben einem guten Jahreswechslergeschäft Anfang 2012 “notwendige Beitragsanpassungen” habe durchsetzen können.

Im Bereich Vorsorge blieben die laufenden Beiträge mit 3,48 Milliarden Euro (minus 0,3 Prozent) auf Vorjahresniveau. Das Einmalbeitragsvolumen verringerte sich um 42,6 Prozent auf 609 Millionen Euro, da man dieses aus Profitabilitätsgründen nicht mehr forciert habe, heißt es.

In der privaten Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 4,6 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro. Die Zahl der voll- und zusatzversicherten Personen erhöhte sich laut Axa um 50.000 auf 1,54 Millionen.

Neugeschäft soll profitabler werden

Im laufenden Jahr strebe der Konzern ein selektives Wachstum durch die “Fokussierung auf profitables Neugeschäft” an. Dies soll in der Schaden- und Unfallversicherung unter anderem durch den im Mai neu eingeführten Kraftfahrtversicherungstarif sowie den Ausbau der Unfallversicherung und des Firmengeschäfts erreicht werden, erklären die Kölner.

Produkte zur Existenzsicherung und Fondspolicen mit Garantien im Fokus

Im Bereich Vorsorge wolle man das “nicht nachhaltige Einmalbeitragsgeschäft” weiter reduzieren und verstärkt auf Produkte zur Existenzsicherung sowie fondsgebundene Versicherungen mit Garantieelementen richten. In der Krankenversicherung gab Buberl das Ziel aus, stärker bei Zusatzversicherungen und im Beamtengeschäft zu wachsen.

Buberl: “Versicherungswirtschaft wird sich fundamental verändern”

“Die Versicherungswirtschaft wird sich in den kommenden zehn bis 20 Jahren fundamental verändern”, so Buberl weiter. Der Axa Konzern-Chef nannte das anhaltend niedrige Zinsniveau, zunehmende regulatorische Anforderungen durch Gesetzgeber und Rechtsprechung, erhöhten Bedarf an Risikokapital durch das EU-Finanzregelwerk Solvency II sowie steigenden Kostendruck durch neue Wettbewerber.

Den Axa Konzern sieht Buberl dabei “hervorragend” positioniert: Durch die Einbindung in die internationale Axa Gruppe mit ihrer hohen Finanzkraft sowie die Breite seiner Aktivitäten – sowohl was die Sparten als auch was die Vertriebswege und Kundengruppen angehe – sei der Axa Konzern robuster gegen Krisen aufgestellt als viele Wettbewerber.

Umstrukturierungsprogramm f2p soll in neue Strategie münden

Im November 2011 hatten die Kölner das Umstrukturierungsprogramm “focus2perform” (f2p) gestartet. Dieses sieht vor, die Effizienz im Konzern durch Automatisierung, Digitalisierung und Verschlankung zu erhöhen, die Kostenbasis von 2010 bis zum Jahr 2015 um 328 Millionen Euro zu reduzieren. “f2p ist die Basis für die weiterentwickelte Strategie, die der Konzernvorstand in den vergangenen Monaten erarbeitet hat und die unser Unternehmen für ein sich rasch veränderndes Marktumfeld zukunftsfähig machen wird”, so Buberl. (lk)

Foto: Axa Konzern

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...