Anzeige
13. Mai 2013, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Versicherung, Vergleich, günstig”: Wie Kunden online suchen

80 Prozent der Internetnutzer in Deutschland haben sich laut einer aktuellen Studie online zu Versicherungsthemen informiert. Rund 40 Prozent haben eine Police im Internet abgeschlossen. Die häufigste Suchkombination lautet dabei “Versicherung”, “Vergleich” und “günstig”.

Online-Versicherung: Wie Versicherte im Netz agieren

Rund zwei Drittel aller Suchvorgänge der Verbraucher zum Thema Versicherungen starten mit einer Eingabe bei Google oder anderen Suchmaschinen. Weitere zentrale Anlaufstellen sind Versicherungsvergleichsportale sowie die Homepages der Versicherer. So das Ergebnis der repräsentativen Befragung von 1.000 Internetnutzern aus Deutschland im Alter zwischen 18 und 69 Jahren durch das Kölner Marktforschungsinstitut Heute und Morgen.

Jeder Vierte hat ein konkretes Online-Abschlussinteresse

Auslöser der Suchaktivitäten sind demnach mehrheitlich konkrete Versicherungsbedarfe (46 Prozent), aber auch Empfehlungen von Freunden und Bekannten (18 Prozent) sowie die Reaktion auf Werbung (13 Prozent). Hauptziele der Suchvorgänge sind vor allem das Einholen genereller Informationen zu den jeweils interessierenden Versicherungsprodukten (44 Prozent), häufig ist laut der Marktforscher auch bereits ein konkretes Online-Abschlussinteresse vorhanden (26 Prozent).

Zentrale Online-Vorteile: “Bessere Vergleichbarkeit” und “Preisvorteil”

Die beliebtesten Informationsquellen sind nach Angaben von Heute und Morgen die Leistungsüberblicke auf den Homepages der Versicherungsunternehmen sowie Preisvergleiche auf Vergleichsportalen. Aber auch Testberichte seien bei der Onlinesuche für die Versicherungskunden interessant, heißt es weiter.

Am häufigsten werde über das Internet nach weniger erklärungsbedürftigen Versicherungen gesucht, vor allem nach Kfz- sowie nach Haftpflicht- und Hausratversicherungen. Als zentrale Vorteile eines Online-Abschlusses wird die bessere Vergleichbarkeit von Versicherungen genannt (67 Prozent), gefolgt von einem erwarteten Preisvorteil (47 Prozent).

Erst ins Internet, dann zum Berater

Rund ein Drittel (34 Prozent) der Bundesbürger, die im Internet Informationen über Versicherungen einholen, nehmen im Rahmen ihrer Suche unmittelbar Kontakt zu einem persönlichen Ansprechpartner auf. An erster Stelle rangieren dabei die auf der Homepage der Versicherer angegebenen Ansprechpartner (17 Prozent) sowie der Kontakt zu einem bereits vertrauten Versicherungsmakler (13 Prozent).

Online-Strategien entscheiden über Erfolg oder Misserfolg

“Integrierte Online-Strategien werden in steigendem Maße über den zukünftigen Erfolg der Versicherungsunternehmen entscheiden”, prognostiziert Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute und Morgen. Noch blieben viele Potenziale ungenutzt und teils stehen unverbundene Offline- und Online-Konzepte im Wege, so Stempel. Auch wenn die aktuellen Verkaufszahlen von Versicherungspolicen im Internet teils noch weit hinter denen von Konsumgütern, Urlaubsreisen oder Bankprodukten zurückblieben, sei die grundsätzliche Bedeutung des Internets für die Versicherungswirtschaft ungebrochen.

Zahlungskräftige Klientel sucht häufig abschlussrelevante Informationen

Gerade die besonders abschlussaffine und zahlungskräftige Klientel zwischen 30 und 49 Jahren suchten besonders häufig online nach abschlussrelevanten Informationen. Dabei gestalte sich das Suchverhalten der Verbraucher zu Versicherungen im Internet je nach Produktsparte sehr unterschiedlich. So spielen bei der Information über Kfz-Versicherungen beispielsweise die Preisvergleiche auf den Vergleichsportalen eine besonders dominante Rolle, während bei Rechtsschutz-Versicherungen der Leistungsüberblick auf der Anbieterhomepage und in der Sparte Leben Online-Testberichte eine wichtige Rolle unter den am häufigsten genutzten Informationsquellen übernehmen.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Online-Versicherung: Wie Versicherte im Netz agieren

Seite zwei: Verbesserungspotenziale für Versicherungsangebote im Internet

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

9 Kommentare

  1. Kommentar by Georg — 10. Juni 2013 @ 16:04

    Ihr u.a. Kommentar suggeriert dem Laien, dass wenn er die bisherige “teure” Versicherung kündigt, einen besseren Schutz für “weniger” Geld erhalten würde…

    Bitte berü+cksichtigen Sie, dass seit der Regulierung jeder anbieten kann was er will und nur noch wenige Gesellschaften volle Leistung ohne Einschränkungen bieten (weiche Tarifmerkmale). Von daher kann ich Ihnen guten Gewissen sagen: “Sie haben keine Ahnung” Denn: Mir sind weitere 30 wesentliche Tarifmerkmale bekannt, die einen guten von einem billigen Versicherungsschutz unterscheiden! Dazu kommt: wenn der Kunde im Schadensfall vergeblich die Leistung für z.B. Folgeschaden nach Marderbiss abrufen will weil die Elektronik jetzt noch EURONEN 4500.- kostet, zeigt ihm der Billig-Versicherer die lange Nase… Also vorne 120 EURONEN im Jahr gespart und hinten “3000.- EURONEN” verloren…

    Sie sind der Held im Erdbeerfeld!!!

    Ihr undurchdachter Kommentar Schorsch
    :
    Also ich hab im Internet nach einem Vergleich für eine Autoversicherung gesucht und dabei “günstige Autoversicherung Vergleich” eingegeben. Da der beste Tarif weit günstiger war als meine bisherige Versicherung, hab ich den dann auch abgeschlossen.

    Kommentar by Georg — 10. Juni 2013 @ 16:04

    Kommentar von Dr.Porky — 10. Juni 2013 @ 16:56

  2. Also ich hab im Internet nach einem Vergleich für eine Autoversicherung gesucht und dabei “günstige Autoversicherung Vergleich” eingegeben. Da der beste Tarif weit günstiger war als meine bisherige Versicherung, hab ich den dann auch abgeschlossen.

    Kommentar von Georg — 10. Juni 2013 @ 16:04

  3. @Dr.Porky- ich gelobe Besserung. Will und wollte mit meinem Kurzbeitrag sagen das die Kunden zwar als Hauptsuchbegriff günstig eingeben aber sich wohl ganz viele trotzdem für einen bekannten Namen entscheiden. Das gleiche wie im Autosektor, jeder schaut gerne aus sein Geld aber es dominiert trotzdem nicht Dacia am Markt.

    Beste Grüße

    Kommentar von Jan Lanc — 17. Mai 2013 @ 13:34

  4. @Jan Lanc

    Gehen Sie mal davon aus, dass ich und andere hier ihre Kurzbeiträge – die Sie hier reinspucken – sehr wohl “eindeutig” einordnen können.

    Wenn Sie sich missverstanden fühlen, liegt es an “Ihnen” dies klarzustellen.

    Mit einem 2-3 Zeiler stellt man in der Regel aber nur Unklarheiten her, soviel ist klar… (wohl auch bei Ihnen!)

    Zur Sache, haben Sie sich im Übrigen weder eingelassen noch sinnvoll geäußert, von daher sollten Sie sich nun hinsetzen und etwas sinnvolles auf der Tastatur von sich gaben!

    Liebe Grüße
    Dr.Porky

    Das Thema günstig ist ja nachvollziehbar aber es fährt auch nicht jeder einen Dacia in Deutschland

    Kommentar by Jan Lanc — 14. Mai 2013 @ 19:53

    Kommentar von Dr.Porky — 17. Mai 2013 @ 13:01

  5. @Hadrian. Sie haben es leider nicht verstanden

    Kommentar von Jan Lanc — 17. Mai 2013 @ 12:48

  6. “Das Thema günstig ist ja nachvollziehbar aber es fährt auch nicht jeder einen Dacia in Deutschland”

    Wollen Sie damit suggerieren das Thema Versicherung “Haftpflicht” und “Kasko” wäre für so ein Fahrzeug noch dazu “neu” irrelevant?

    Wenn dem so sei: dann nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Sie von diesem Thema weder Ahnung noch entferntest Sachverstand haben!

    Ein Makler
    KEIN Ausschließlichkeitsvertreter in Abghängigkeit it Bauchladen in Farbe des CI.

    hahahaha

    Das hat mir nun doch Genugtuung verliehen! Sei’s drum es gibt eben viele Schwätzer in unserer Branche!

    Kommentar von Hadrian — 17. Mai 2013 @ 12:31

  7. Das Thema günstig ist ja nachvollziehbar aber es fährt auch nicht jeder einen Dacia in Deutschland

    Kommentar von Jan Lanc — 14. Mai 2013 @ 19:53

  8. Bei “einfachen” Risiken ist der online Abschluss für viele interessant und wird wahrscheinlich auch über die nächsten Jahre zunehmen. Der Verbraucher sollte sich aber bewusst sein, dass er sich mit dem Thema “Versicherung” auseinandersetzen muss um selbst online den passenden Schutz zu finden.

    Kommentar von Thomas Wiener — 14. Mai 2013 @ 18:35

  9. Ein sehr interessanter Artikel. Ich denke auch, dass gerade Sachversicherungen leicht im Internet abgeschlossen werden können, sofern man sich hier vorab informiert über Leistungen und Ausschlüsse. Personenversicherungen sollten wikrlich über einen Berater abgeschlossen werden. Denn hier wird über Jahrzehnte Geld angelegt. Das sollte gut überdacht werden.

    Kommentar von Chris — 13. Mai 2013 @ 13:23

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...