Anzeige
Anzeige
15. Oktober 2013, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VZBV kritisiert IMD 2

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sieht in der Revision der Versicherungsvermittler-Richtlinie “Insurance Mediation Directive” (IMD 2) einen richtigen Ansatz in unzureichender Umsetzung. In einem Positionspapier fordern die Verbraucherschützer unter anderem die die verpflichtende Offenlegung der Vergütung.

IMD 2: VZBV kritisiert VermittlerrichtlinieIm Europäischen Parlament diskutiert der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) über den Entwurf der EU-Kommission zur IMD 2. Ziel der Richtlinie ist die Verbesserung des Verbraucherschutzes durch einheitliche Rahmenbedingungen für den Versicherungsvertrieb. Nach Ansicht des VZBV werden die Vorschläge diesem Ziel jedoch nicht gerecht.

Vielmehr wäre es laut VZBV dafür erforderlich, an jedem Point of Sale – unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit – bestimmte Mindestanforderungen vorzuschreiben. Dies betreffe die Grundqualifikation und Fortbildung, die Offenlegung des Status der Handelnden, den fairen, ehrlichen und professionellen Umgang mit den Kunden und die Durchführung einer Risikoanalyse (auch im Direktvertrieb), heißtes im Positionspapier.

VZBV fordert Konvergenz mit Finanzmarktrichtlinie 

Neben einheitlichen Voraussetzungen und Anforderungen an den Vertrieb sollte laut VZBV-Positionspapier das Augenmerk in der Ausgestaltung der Richtlinie auf folgende Punkte gelegt werden:

– keine Befreiung von den Zulassungsvoraussetzung für die so genannten Untervermittler,

– eine verpflichtende Offenlegung von Provisionen,

– einen Erhalt der Schutzregelung zu Querverkäufen (Koppelungs- und Bündelungsgeschäften),

– eine Konvergenz zu den Regelungen der Finanzmarktrichtlinie (Mifid II).

In einer Stellungnahme fordert der VZBV daher die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, die Kritik zu berücksichtigen und eine konsequente Entscheidung für den Verbraucherschutz zu treffen. (jb)

 Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Genau die gleichen Anforderungen sollt auch jeder erfüllen, der Beratungen mit Verbrauchern durchführt, also jeder, der in den Verbraucherzentralen direkten Kundenkontakt hat. Wenn dann noch deren Haftungsfrage bei Fehleistungen geklärt würde …

    Kommentar von Eckehard Wolf — 15. Oktober 2013 @ 13:09

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...