Anzeige
29. April 2014, 07:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Frauen im Finanzsektor: Das andere Geschlecht

Frauen im Vertrieb sind Exoten. Obwohl sie die Mehrheit der Beschäftigten in der Branche stellen, sind Führung und Vertrieb in Männerhand. Cash. hat mit erfolgreichen Frauen und Vertrieben über die Hintergründe dieses Phänomens gesprochen.

Frauenquote

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine Frauenquote umzusetzen. Die börsennotierten Unternehmen sollen ab 2016 verpflichtet sein, 30 Prozent der Aufsichtsratssitze mit Frauen zu besetzen.

Die Finanzbranche ist weiblich. Die Mehrheit der Beschäftigten im deutschen Finanzsektor sind Frauen. So waren laut der aktuellen Studie “Managerinnen-Barometer” des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) 2013 57 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Erbringung von Finanzdienstleistungen Frauen, bei den Zentralbanken und Kreditinstituten 57,5 Prozent, bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen 49,7 Prozent.

Finanzsektor: Frauen in Führungsebenen rar

Der Studie zufolge sind in den meisten Branchen mit überdurchschnittlich hohem Frauenanteil an den Beschäftigten auch vergleichsweise viele Frauen in Führungspositionen zu finden. Der Finanzsektor bildet hier jedoch eine Ausnahme.

Im Jahr 2013 ist der Frauenanteil in den Vorständen der Top-100-Banken und Sparkassen laut der DIW-Studie gegenüber dem Vorjahr um knapp zwei Prozentpunkte auf gut sechs Prozent gestiegen. Bei den 60 untersuchten Versicherungen stieg der Frauenanteil in den Vorständen um drei Prozentpunkte deutlicher als in anderen Bereichen und erreichte 8,6 Prozent.

In den Aufsichtsräten der Banken und Sparkassen lag der Frauenanteil Ende 2013 bei gut 17 Prozent. Von 60 Versicherungen hatten 50 mindestens eine Frau im Aufsichtsrat (gut 83 Prozent). Insgesamt nahmen Frauen Ende des Jahres 2013 111 der 683 Aufsichtsratssitze ein. Das entspricht mehr als 16 Prozent und bedeutet einen Anstieg von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat sich der seit 2010 bestehende leichte Aufwärtstrend fortgesetzt.

Frauenquote kommt

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine Frauenquote umzusetzen. Die börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen sollen ab 2016 verpflichtet sein, 30 Prozent der Aufsichtsratssitze mit Frauen zu besetzen.

Die weibliche Bevölkerung steht der Frauenquote indes uneins gegenüber. Laut einer aktuellen Umfrage des Kölner Marktforschungsunternehmens You Gov halten 39 Prozent der Frauen eine gesetzliche Frauenquote bei der Besetzung von Führungspositionen für diskriminierend, da nur die Eignung des Bewerbers entscheidend für die Besetzung eines Postens sein sollte.

Rund ein Drittel der Frauen befürworten demnach eine gesetzliche Frauenquote, da Unternehmen von Frauen in Führungspositionen profitieren könnten.

Seite zwei: Frauenpräsenz in den Finanzvertrieben

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...