Anzeige
Anzeige
25. November 2014, 16:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebensversicherung: Bankvertrieb überholt AO

Der Bankvertrieb hat 2013 die Ausschließlichkeitsorganisation (AO) als wichtigsten Vertriebsweg in der Lebensversicherung abgelöst, so eine Analyse von Towers Watson. Einbußen hinsichtlich seiner künftigen Bedeutung muss demnach vor allem der Maklervertrieb hinnehmen.

Lebensversicherung: Bank war wichtigster Vertriebsweg 2013

Der Bankvertrieb hat den größten Marktanteil beim Vertrieb von Lebensversicherungsprodukten. Auf Rang zwei und drei folgen AO und unabhängige Vermittler.

Mit 28,5 Prozent hatte der Bankvertrieb 2013 den größten Marktanteil beim Vertrieb von Lebensversicherungen und konnte sich damit vor die AO (28,1 Prozent) auf den ersten Rang der Vertriebswege platzieren. Die unabhängigen Vermittler belegen mit einem Marktanteil von 26 Prozent den dritten Platz. Diese Entwicklung ist laut Towers Watson “Vertriebswege-Survey Leben” vor allem auf einen veränderten Geschäftsmix – einem deutlichen Rückgang beim laufenden Beitrag und starkem Wachstum bei Einmalbeiträgen, von dem insbesondere der Bankkanal profitiert hat – zurückzuführen.

Wachstum bei Bank- und Direktvertrieb

Von den 76 größten in Deutschland tätigen Lebensversicherungsunternehmen haben sich 45 an der Untersuchung der Unternehmensberatung Towers Watson beteiligt. Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren rund 82 Prozent des gesamten Lebensversicherungs-Neugeschäfts im Jahr 2013 in Deutschland. Die Daten der Versicherer, die nicht teilgenommen haben, wurden von Towers Watson durch Informationen aus den Geschäftsberichten und Schätzungen auf Basis eigener Marktkenntnis ergänzt.

Lebensversicherung: Bank war wichtigster Vertriebsweg 2013

Quelle: Towers Watson

Im Bank- und Direktvertrieb sehen die Lebensversicherer der Studie zufolge zukünftiges Wachstum. Der Bankkanal liegt demnach mit 40 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) deutlich vor den anderen Vertriebswegen. “Dahinter steckt auch die Erwartung an ein weiter wachsendes Geschäft mit Einmalbeiträgen”, erklärt Martin Baier, Berater bei Towers Watson und verantwortlich für die Studie. “Allerdings muss man berücksichtigen, dass der Bankvertrieb nur noch vergleichsweise wenig Ausbaupotenzial bietet: Die relativ wenigen Marktteilnehmer im Banksektor haben langfristige und zum Teil auch exklusive Kooperationen mit Versicherern.”

Einen deutlichen Zuwachs habe außerdem der Direktvertrieb zu verzeichnen, dem mittlerweile 28 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent) eine zunehmende Bedeutung für ihr Unternehmen beimessen.

 

Seite zwei: Ausbau digitaler Vertriebskanäle

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Bereits in anderen Studien wurde deutlich aufgezeigt, dass nur der „FinanzCoach“ mit ganzheitlicher Beratung eine Berufszukunft hat, wenn ansonsten der Umsatz nicht über das Internet automatisiert werden kann.

    Wie man sich als „FinanzCoach“ seine Alleinstellung vor Ort durch die DIN ISO 22222 aufbaut, wird im eBook bei mwsbraun.de beschrieben.

    Kommentar von Frank L. Braun — 26. November 2014 @ 09:03

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...