3. Juni 2015, 15:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche kennen Alterseinkünfte nicht

Die Mehrheit der Bundesbürger kann nicht einschätzen wie hoch ihr monatliches Einkommen im Ruhestand sein wird, so eine Allensbach-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zudem sei die Altersvorsorge für viele Bundesbürger kein Thema.

Studie: Alterseinkünfte unbekannt

Laut der Umfrage kennen zwei Drittel der Deutschen ihr Alterseinkommen nicht.

Für die repräsentative Studie hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des GDV vom 1. bis 12. März 2015 insgesamt 1.524 Männer und Frauen befragt. Lediglich 29 Prozent der Befragten geben demnach an, ihre Alterseinkünfte ungefähr beziffern zu können. 62 Prozent sehen sich dazu nicht in der Lage und weitere neun Prozent beantworteten die Frage nicht.

Größe der Versorgungslücke unbekannt

Da ein Großteil der Befragten ihr voraussichtliches Einkommen im Alter nicht angeben können, sei Ihnen auch die Größe ihrer Versorgungslücke unbekannt. Daher ist der Studie zufolge für knapp 60 Prozent die Frage nach der erforderlichen monatlichen Sparsumme unmöglich zu beantworten.

Die Studienergebnisse offenbaren zudem, dass die Deutschen tendenziell weniger ansparen, als ihrer eigenen Einschätzung notwendig wäre, um ein ausreichendes Alterseinkommen zu erzielen. So legen demnach 14 Prozent der Befragten weniger als 100 Euro im Monat für die Altersvorsorge zurück, obwohl nur drei Prozent meinen, dass diese Summe ausreichend ist.

Studie: Alterseinkünfte unbekannt

Quelle: GDV

Als erschreckend wertet der GDV zudem, dass laut der Studie 15 Prozent zumindest derzeit überhaupt nicht finanziell für ihr Alter vorsorgen. In Anbetracht der immer größer werdenden Rentenlücke sei zudem alarmierend, dass sich ein großer Teil der Deutschen gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge befasse. Diese Schlussfolgerung zieht der GDV aus der Tatsache, dass fast 40 Prozent der Befragten ihre laufenden monatlichen Ausgaben für die private Altersvorsorge nicht kennen.

“Um den Bürgern mehr als nur ein Gefühl für ihre Einkommenssituation im Alter zu geben, brauchen sie verständliche und umfassende Informationen. Sinnvoll wäre der Aufbau einer Online-Plattform, auf der jeder via PC, Tablet oder Smartphone den aktuellen Stand seines Altersvorsorgekontos ablesen kann – aufgeschlüsselt nach gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge”, meint GDV-Präsident Alexander Erdland. (jb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...