4. Februar 2015, 15:28
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Moody’s: 2015 Schicksalsjahr für Lebensversicherer

Die Ratingagentur Moody’s hat das Jahr 2015 zu einem entscheidenden Jahr für die deutschen Lebensversicherer erklärt. Angesichts historisch niedriger Zinsen und Änderungen im aufsichtsrechtlichen Umfeld behält die Ratingagentur ihren negativen Ausblick für die Branche bei. Besser sieht es in der Schaden- und Unfallversicherung aus.

Moodys: 2015 Schicksalsjahr für Lebensversicherer

Das noch junge Jahr hält viele Herausforderungen für die Lebensversicherer bereit: “Unseres Erachtens wird 2015 ein entscheidendes Jahr für die deutschen Lebensversicherer”, sagt Benjamin Serra, Vice President – Senior Credit Officer bei Moody’s.

Im Schaden- und Unfallgeschäft rechnet Moody’s zwar mit einer Verlangsamung des Preisanstiegs, aber mit “nach wie vor guten Schaden-Kosten-Quoten”. Daher werde der stabile Ausblick für die deutschen Schaden- und Unfallversicherer beibehalten, erklärte Moody’s am Mittwoch.

“2015 entscheidendes Jahr für deutsche Lebensversicherer”

Für die Lebensversicherer hat das Unternehmen hingen nur wenig positives zu berichten. “Unseres Erachtens wird 2015 ein entscheidendes Jahr für die deutschen Lebensversicherer”, sagt Benjamin Serra, Vice President – Senior Credit Officer bei Moody’s.

So seien die Versicherer aufgrund des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) dazu gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überprüfen. “Zwar wird sich die Reform unter Bonitätsaspekten letztlich positiv auf die Branche auswirken”, so Serra, “anfänglich werden Umsätze und Gewinne jedoch zurückgehen”.

Solvency II sorgt für “zusätzliche Kopfschmerzen”

Für “zusätzliche Kopfschmerzen” sorgten die Vorbereitungen auf die Solvency-II-Richtlinie, die ab 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Immerhin ist Moody’s aber der Ansicht, dass der Übergang zu Solvency II für die Bonität der deutschen Lebensversicherer langfristig positiv sei.

Allerdings würden einige kleinere Gesellschaften derzeit eine zu geringe Kapitalausstattung aufweisen, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Unternehmen oder die Aufsichtsbehörden müssten diesen Zustand unter Umständen noch vor Inkrafttreten der neuen Regelungen beheben, heißt es.

Zusammenbruch von Unternehmen könnte gesamte Branche schaden

Weiter gehen die Experten davon aus, dass “ein Zusammenbruch eines oder mehrerer Akteure auf dem deutschen Markt einen Reputationsschaden für die gesamte Branche bedeuten” könnte.

Seite zwei: Gute Konjunktur hilft Versicherern

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