Anzeige
Anzeige
5. Oktober 2015, 08:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Too big to fail”: Regeln für Versicherer werden konkreter

Die strengeren Kapitalregeln für die weltweit wichtigsten Versicherer wie die Allianz werden konkreter. Die Internationale Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden (IAIS) will die bislang neun als systemrelevant eingestuften Konzerne nicht über einen Kamm scheren, wie sie in der Nacht zum Montag in Basel mitteilte.

Hufeld Bafin in Too big to fail: Regeln für Versicherer werden konkreter

Felix Hufeld, Vorsitzender des Exekutivausschusses der IAIS: “Mit der Entwicklung der zentralen Kenngrößen hat die IAIS einen großen Meilenstein erreicht, um die Risiken systemrelevanter Versicherer für das weltweite Finanzsystem anzugehen.”

Je nach ihrer Bedeutung sollen die Versicherer ab dem Jahr 2019 verschieden hohe Kapitalanforderungen erfüllen müssen. Dazu werden sie in drei Klassen eingeteilt.

“Meilenstein erreicht”

Der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) hatte im Jahr 2013 neun Versicherer für weltweit systemrelevant erklärt. Sie gelten als “Too big to fail” – zu groß, um sie im Krisenfall pleite gehen zu lassen.

Neben der Allianz und der American International Group (AIG) stehen die US-Versicherer Prudential Financial und Metlife, die britischen Institute Aviva und Prudential, die französische Axa, die italienische Generali und die chinesische Ping An Insurance auf der Liste.

Mit der Entwicklung der zentralen Kenngrößen habe die IAIS einen großen Meilenstein erreicht, um die Risiken systemrelevanter Versicherer für das weltweite Finanzsystem anzugehen, sagte der Vorsitzende des Exekutivausschusses der IAIS, Felix Hufeld, der auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin leitet. Die verschärften Regeln sollen verhindern, dass Probleme einzelner Versicherer zu Finanzmarktkrisen führen.

Dritte Stufe unbesetzt

Die 20 führenden Industrienationen sollen die Vorgaben für zusätzliche Kapitalpuffer im November absegnen, damit sie stufenweise bis 2019 eingeführt werden können. Bei Banken gibt es ähnliche Vorgaben für die weltgrößten und am stärksten vernetzten Institute.

Welche der neun Versicherer auf welcher Stufe der Systemrelevanz stehen, ließ die IAIS offen. Die dritte und zugleich höchste Stufe dürfte jedoch zunächst unbesetzt bleiben, hieß es. Sie werde vor allem eingeführt, um die Versicherer davon abzuhalten, ihre Systemrelevanz noch zu erhöhen.

Seite zwei: AIG-Szenario soll sich nicht wiederholen

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Generali bringt neuen Telematiktarif

Die Generali in Deutschland hat mit Generali Mobility einen neuen Telematiktarif auf den Markt gebracht Die Cosmosdirekt folgt im Oktober dieses Jahres mit einem Produkt, das sich speziell an junge Fahrer richtet.

mehr ...

Immobilien

Aareal Bank warnt vor Immobilienblase in Deutschland

Der Vorstandschef des Wiesbadener Gewerbeimmobilienfinanzierers Aareal Bank, Hermann Merkens, warnt erneut vor Übertreibungen auf dem deutschen Immobilienmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

US-Notenbank treibt Rohstoffpreise

Zuletzt gewannen die Rohstoffe wieder deutlich an Boden. Damit setzt sich die überwiegend positive Entwicklung in diesem Jahr fort.

mehr ...

Berater

Honorarberater-Konferenz in Kassel

Am 15. November 2016, findet im Schloss-Hotel Kassel die zweite Honorarberater-Konferenz in diesem Jahr statt. Veranstalter ist das IFH Institut für Honorarberatung in enger Kooperation mit dem Verbund Deutscher Honorarberater (VDH).

mehr ...

Sachwertanlagen

Jamestown gibt neuen Publikums-AIF in den Vertrieb

Der US-Spezialist Jamestown startet den Vertrieb des alternativen Investmentfonds (AIF) Jamestown 30. Er soll in Büro-, Einzelhandels- und Mietwohnobjekte in bedeutenden Großräumen der USA investieren.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...