Anzeige
3. Februar 2016, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa verkauft ungarische Banktochter

Europas zweitgrößter Versicherungskonzern Axa trennt sich mit einem herben Verlust von seinem Bankgeschäft in Ungarn. Die Tochter soll an die OTP Bank verkauft werden, das größte ungarische Bankhaus, wie der französische Axa-Konzern am Mittwoch in der französischen Hauptstadt Paris mitteilte.

Budapest-Ungarn-750-shutterstock 178936208 in Axa verkauft ungarische Banktochter

Budapest – Ungarn-Politik sorgt für Verluste.

Unter dem Strich erwartet das Management einen Verlust von 80 Millionen Euro nach Steuern, der noch in die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres eingebucht werden soll. Der große Rest der Axa Bank Europe solle sich auf ihre Aufgabe als belgische Bank für Privatkunden konzentrieren, sagte der Chef der Banksparte, Jef Van In.

Die ungarische Axa-Tochter managt neben dem Privatkundengeschäft auch auslaufende Kreditbestände. Der Verkauf soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden, wenn die zuständigen Behörden dem Deal zugestimmt haben.

Ungarn-Politik macht Banken zu schaffen

In dem osteuropäischen Staat Ungarn gerieten in der Vergangenheit viele Kreditinstitute unter Druck, da Fremdwährungskredite in Forint-Darlehen umgewandelt wurden. Weil die Umrechnungskurse für die Devisen oftmals zum Nachteil der Banken waren, mussten Geldinstitute nicht selten für umfangreiche Verluste geradestehen. Betroffen waren vor allem die Institute aus Österreich, die in einigen Fällen üppige dreistellige Millionensummen zurückstellen mussten.

Für den Axa-Gesamtkonzern dürfte der Verlust dennoch gut verkraftbar sein. Mit einer Marktkapitalisierung von 52 Milliarden Euro zählt das Unternehmen zu den absoluten Platzhirschen in Europa. In den vergangenen Jahren erwirtschafteten die Pariser einen Nettogewinn von jeweils zumeist vier bis fünf Milliarden Euro, weshalb die Bilanz des Jahres 2015 durch den Verlust nur unwesentlich beeinflusst wird.

Quelle: dpa-Afx/tr

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

“Beeindruckend, wie schnell die Start-ups den Input aufnehmen”

Das Insurtech-Accelerator-Programm “Werk1” in München soll innovative Ideen für die Versicherungsbranche entwickeln, die in ein tragfähiges Geschäftsmodell münden – so der Wunsch der zehn Versicherungsunternehmen, die das Programm unterstützen. Cash. hat mit Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische, über die Ziele und die Fortschritte gesprochen.

mehr ...

Immobilien

Studentenwohnungen als Crowdinvestment

In Oestrich-Winkel, im Herzen des Rheingaus bei Wiesbaden, kann deutschlandweit über Crowdinvesting in ein Studentenwohnheim investiert werden.

mehr ...

Investmentfonds

Schroders startet mit Two Sigma Bigdata-Fonds

Schrorders hat am gestern zusammen mit der Investmentgesellschaft Two Sigma Advisers aus New York eine neue Bigdata-Strategie platziert. Die US-Amerikaner fungieren hierbei als externer Manager für den Fonds.

mehr ...

Berater

Mehrheit der Deutschen gegen Abschaffung von Bargeld

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Abschaffung von Bargeld. 44 Prozent der Befragten würden bei einer Volksabstimmung gegen ein Ende von Schein und Münze stimmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bremer Landesbank will Schiffsfinanzierungsportfolio verringern

Die in Schieflage geratene Bremer Landesbank (BLB) will ihr Portfolio für Schiffsfinanzierungen bis 2020 um 2,5 Milliarden auf vier Milliarden Euro reduzieren. Das kündigte der Leiter für Schiffsfinanzierungen bei der BLB, Ulrich Kropp, am Mittwoch an.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...