29. Januar 2016, 14:35

Länder pochen auf Rentenangleichung zwischen Ost und West

Die Bundesländer pochen auf eine Angleichung der Renten in Ostdeutschland an das Westniveau. Als Zwischenschritt fordern sie, wie im Koalitionsvertrag anvisiert, eine Teilangleichung der Ost- an die Westrenten im kommenden Jahr.

Länder pochen auf Ost-West-Rentenangleichung

Der Beirat hat auch berechnet, was eine Ost-West-Angleichung kosten würde. Aktuell käme sie einer Rentenerhöhung um acht Prozent im Osten gleich – Kostenpunkt: vier Milliarden Euro.

Ohne einen solchen Teilschritt halten sie die versprochene komplette Angleichung Ende 2019 für unrealistisch. Weil das Vorhaben aber kompliziert ist, erneuerten die Länder zudem ihre Angebot, dass eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lösungen sucht. Eine entsprechende Stellungnahme beschloss der Bundesrat am Freitag mit Mehrheit.

Sellering: Rentnerehepaaren im Osten stehen 500 Euro weniger als im Westen zur Verfügung

“In nahezu allen Bereichen sehen sich die Ostdeutschen inzwischen auf Augenhöhe”, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das gelte nur nicht für Löhne und Renten. So stünden Rentnerehepaaren im Osten 2016 Euro pro Monat zur Verfügung, 500 Euro weniger als im Westen. Alleinstehende Männer hätten 270 Euro im Durchschnitt weniger. Selbst Frauen hätten trotz längerer Erwerbszeiten im Osten weniger.

Das Problem ist, dass eine komplette Angleichung nicht nur Gewinner mit sich bringen würde. Es sei schwierig, zu Lösungen zu kommen, die insgesamt gerecht seien, räumte Sellering ein.

Einerseits ist zwar der Rentenwert – quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt – im Osten geringer. Laut aktuellem Rentenversicherungsbericht beträgt er ohne gesetzliche Schritte auch 2019 nur 93,5 Prozent. Andererseits aber werden die der Rente zugrundeliegenden Ostlöhne bei der Rentenberechnung aufgewertet.

Seite zwei: Aufwertung soll Nachteile wegen der geringeren Löhne ausgleichen

Weiter lesen: 1 2


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Versicherungen


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 8/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Global gewinnt - BU - Gewerbehaftpflicht - Private Equity - Wohnimmobilienmarkt Berlin- Hitliste der Vertriebe - Digitalisierung

Ab dem 14. Juli im Handel.

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Swiss Re plant Teilverkauf der Tochter Admin Re

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re plant einem Medienbericht zufolge einen Teilverkauf seiner Tochter Admin Re. Erste Gespräche mit Pensions- und Staatsfonds über einen solchen Deal hätten bereits stattgefunden, meldete der britische Sender “Sky News” am Donnerstag auf seiner Internetseite.

mehr ...

Immobilien

Baugeldzinsen fallen unter Ein-Prozent-Grenze

Auf der jüngsten Ratssitzung hat die EZB eine Ausweitung der Anleihe-Käufe angekündigt: Das milliardenschwere Kaufprogramm von Staats- und Unternehmensanleihen soll bis mindestens März 2017 laufen, notfalls auch darüber hinaus.

mehr ...

Investmentfonds

M&G-Experte Anthony Doyle zur jüngsten EZB-Sitzung

Aktuell achten die Börsianer sehr genau auf die EZB. Nach der jünstgen Sitzung am Donnerstag warten nun die Marktteilnehmer gespannt auf den September. Gastkommentar von Anthony Doyle, M&G Investments

mehr ...

Berater

BCA kooperiert mit Weltsparen

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, arbeitet er künftig mit dem Fintech Weltsparen zusammen. Über ein eigens bereitgestelltes Portal sollen Makler gemeinsam mit ihren Kunden Festgeldangebote anbschließen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL kauft Windräder in Burgund

Der Asset Manager KGAL hat seinen zehnten Windpark in Frankreich erworben. Der Windpark Clamecy mit einer Gesamtgröße von 12,3 Megawatt ist seit Dezember 2013 in Betrieb. Verkäufer sind Abo Invest und Abo Wind.

mehr ...

Recht

Altersvorsorge: Verfassungsrichter tasten nachgelagerte Besteuerung nicht an

Die steuerliche Behandlung von Ausgaben für die Altersvorsorge verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Zwei Verfassungsbeschwerden hatten keinen Erfolg, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

mehr ...