20. Januar 2016, 09:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx-Tochter HDI versichert keine Fluglinien mehr

Der Versicherungskonzern Talanx zieht sich wegen des grassierenden Preiskampfs teilweise aus der Luftfahrt-Versicherung zurück. “Wir haben beschlossen, keinen Versicherungsschutz für kommerzielle Airlines anzubieten”, sagte der Chef der Talanx-Sparte HDI Global, Christian Hinsch, dem “Handelsblatt” (Mittwoch).

Talanx-Tochter HDI versichert keine Fluglinien mehr

Der Versicherungskonzern Talanx zieht sich teilweise aus der Luftfahrt-Versicherung zurück.

Der Industrieversicherer hatte gemeinsam mit anderen Versicherern die Unglücksmaschinen von Germanwings und Malaysia Airlines versichert, bei deren Abstürzen in den vergangenen beiden Jahren fast 700 Menschen ums Leben kamen.

Der mehrheitlich zu Talanx gehörende Rückversicherer Hannover Rück bleibt dem Geschäft hingegen treu. “Der Rückzug aus der Versicherung von Fluggesellschaften gilt für den Bereich Erstversicherung”, ließ der weltweit drittgrößte Rückversicherer das “Handelsblatt” wissen.

Auch Allianz plant Rückzug

Auch die Allianz, die ebenfalls für die schweren Flugzeugunglücke zahlen musste, will sich aus dem Geschäft nicht zurückziehen. “Wir sehen uns hier langfristig als einer der Marktführer”, sagte Josef Schweighart, Leiter Luftfahrtversicherung der Allianz-Tochter AGCS für Zentral- und Osteuropa, der Zeitung.

Der Flugverkehr wird seit Jahren immer sicherer. Solange nichts passiert, können die Versicherer die Prämieneinnahmen weitgehend als Gewinn verbuchen. Wenn aber ein Flugzeug abstürzt, sind die Schäden immens.

Für das Germanwings-Unglück, bei dem im vergangenen März 150 Menschen ums Leben kamen, hatten die Versicherer 300 Millionen US-Dollar beiseite gelegt – vor allem für die Aufräumarbeiten sowie Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche der Hinterbliebenen. Der 24 Jahre alte Airbus A320 war kaum noch etwas wert. Große Langstreckenjets wie die verunglückten Maschinen von Malaysia Airlines sind mit rund 100 Millionen Dollar versichert.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Krankenkassen fahren Milliardenplus ein

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen.

mehr ...

Immobilien

Aktuelle Niedrigzinsen nicht ausschlaggebend für Immobilienkauf

Die historisch niedrigen Zinsen spielen keine herausragende Rolle bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie, so das Ergebnis einer Studie von Immowelt. Viel gewichtiger sind andere Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

Verhaltensanalysen sind wichtiger denn je

Cash. sprach mit Iwan Brouwer, Kapitalmarktexperte bei NNIP, über Chancen und Risiken im Multi-Asset-Bereich. Dabei stellt er die neusten Trends in diesem Sektor vor.

mehr ...

Berater

Hamburger Sparkasse gestaltet ihr komplettes Filialnetz neu

Mit einem neuen Filialkonzept will die Hamburger Sparkasse Menschen animieren, in die Filialen zu kommen “auch wenn sie gerade keine Geldgeschäfte brauchen”. Das Filialnetz werde in den kommenden Jahren zwar leicht schrumpfen, soll aber das größte in Hamburg bleiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...