Altersarmut und Pflegefall: Das sind die größten Geldsorgen der Deutschen

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Beraterin und Kundin mittleren Alters sitzen an einem Tisch mit Vorsorgeunterlagen im warmen Fensterlicht
KI-generiertes Bild (OpenAI, gpt-image-2.5-sunburst): Beratungsgespräch zur Pflegeabsicherung
Für Berater liefert die Umfrage einen klaren Ansatzpunkt: private Altersvorsorge gegen Altersarmut, ergänzende Pflegeabsicherung gegen das Pflegerisiko.

Eine Civey-Umfrage im Auftrag der Debeka zeigt: Für mehr als ein Drittel der Deutschen ist Pflegebedürftigkeit im Alter das größte Finanzrisiko, dicht gefolgt von der Angst vor Altersarmut. Die Sorgen unterscheiden sich deutlich nach Alter - mit Folgen für die Beratung zur privaten Altersvorsorge.

Mehr als ein Drittel der Deutschen nennt die Pflegebedürftigkeit im Alter als größtes persönliches Finanzrisiko. Das ergibt eine Civey-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut im September 2026 im Auftrag des Versicherers Debeka durchgeführt hat. An zweiter Stelle der größten Geldsorgen steht die Angst vor Altersarmut, die mehr als ein Viertel der Teilnehmer beschäftigt.

Mit deutlichem Abstand folgen weitere Risiken: Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall sowie Langzeitarbeitslosigkeit. Die folgende Übersicht zeigt, wie die Befragten die vier abgefragten Gefahren für ihre finanzielle Zukunft einordnen.

Finanzielles RisikoAnteil der Befragten
Pflegebedürftigkeit im Alter34 Prozent
Altersarmut27 Prozent
Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall14 Prozent
Langzeitarbeitslosigkeitelf Prozent

Junge Erwachsene sorgen sich am meisten um Altersarmut

Beim Blick auf einzelne Altersgruppen zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied. Unter den 18- bis 29-Jährigen steht die Altersarmut mit 40 Prozent an erster Stelle der Finanzsorgen. Eine Pflegebedürftigkeit im Alter fürchten in dieser Gruppe dagegen nur zwölf Prozent am meisten.

Ältere Menschen fürchten vor allem die Pflegebedürftigkeit im Alter

Mit steigendem Alter verschiebt sich die Rangfolge jedoch deutlich. Bei den 50- bis 64-Jährigen nennen 47 Prozent die Pflegebedürftigkeit im Alter als größtes Risiko. Unter den Befragten ab 65 Jahren liegt dieser Anteil sogar bei 56 Prozent - damit höher als in jeder anderen Altersgruppe.

Debeka-Vorstandschef Thomas Brahm ordnet die Ergebnisse so ein: „Diese Sorgen sind nachvollziehbar, doch man kann etwas gegen sie tun. Wer selbst vorsorgt, entlastet nicht nur die Gemeinschaft, sondern gewinnt auch Freiheit bei den eigenen Entscheidungen“, sagt Brahm.


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Was die Umfrage für die Beratung zur privaten Altersvorsorge bedeutet

Für Vermittler und Berater liefern die Zahlen deshalb einen klaren Anknüpfungspunkt. Gegen Altersarmut hilft vor allem eine frühzeitige private Altersvorsorge, gegen das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit eine ergänzende Pflegeabsicherung. Zudem verfügen besonders junge Erwachsene, die Altersarmut als größte Sorge nennen, laut Brahm über den entscheidenden Vorteil: Zeit.

„Gerade junge Menschen haben den größten Vorteil auf ihrer Seite, nämlich Zeit. Wer früh anfängt, kann schon mit kleinen Beträgen langfristig ein finanzielles Polster aufbauen“, sagt Brahm.

Zur Studie

Civey hat die Umfrage vom 9. bis 15. September 2026 online durchgeführt. Befragt hat das Institut 1.000 volljährige Bundesbürger ohne Rentner sowie weitere 1.000 Menschen, die privat für das Alter vorsorgen. Die Ergebnisse gelten aufgrund von Quotierung und Gewichtung als repräsentativ. Der statistische Fehler liegt je nach Gesamtergebnis zwischen 5,9 und 6,4 Prozentpunkten.

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