Baufi24: Bauzinsen steigen im Februar weiter leicht – dritter Anstieg in Folge

Foto: KI-generiert (ChatGPT)
KI-generiertes Symbolbild.

Die Bauzinsen sind im Februar erneut leicht gestiegen. Gleichzeitig verändern sich zentrale Kennzahlen bei Immobilienfinanzierungen nur geringfügig. Warum die Entwicklung dennoch auf zunehmende Volatilität am Markt hindeutet.

Die Bauzinsen in Deutschland haben im Februar ihren moderaten Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach Angaben des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24 lag der durchschnittliche Zinssatz für Finanzierungen mit zehn- bis 15-jähriger Zinsbindung bei 3,91 Prozent. Im Januar hatte der Wert noch 3,82 Prozent betragen. Damit ist es der dritte leichte Anstieg in Folge seit Dezember.

Parallel dazu blieb die durchschnittliche Darlehenshöhe nahezu unverändert. Kunden von Baufi24 nahmen im Februar im Schnitt 308.309 Euro auf, nachdem der Wert im Januar bei 307.716 Euro gelegen hatte.


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Auch beim Eigenkapital zeigt sich kaum Bewegung. Kreditnehmer brachten im Februar durchschnittlich 113.915 Euro ein. Im Januar waren es noch 114.037 Euro gewesen. Entsprechend sank die Eigenkapitalquote leicht von 27,1 Prozent auf 26,9 Prozent.

Trotz höherer Zinsen und geringerem Eigenkapital verringerte sich auch die Annuität: Im Durchschnitt zahlen Kunden, die ihre Finanzierung im Februar abschlossen, eine monatliche Rate von 1.414 Euro (Januar: 1.426 Euro).

Ausblick von Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24:

„Auf den ersten Blick bewegt sich der Markt seitwärts: Die Bauzinsen haben sich zwischen 3,5 Prozent und 4,0 Prozent eingependelt. Doch auf den zweiten Blick erkennt man deutlich die Volatilität am Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe – dem maßgeblichen Indikator für die Bauzinsen in Deutschland – sank im Verlauf des Februars zunächst deutlich, um ab Ende Februar bis Anfang März wieder um fast den gleichen Wert zu steigen.

Entsprechend können auch die Bauzinsen innerhalb kurzer Zeit einmal 0,3 oder 0,4 Prozentpunkte steigen oder fallen. Zeitgleich ziehen die Immobilienpreise weiter an, da die Neubautätigkeit nicht ausreicht, um die Nachfrage zu bedienen. Und der Krieg im Nahen Osten dürfte die Inflation grundsätzlich wieder antreiben. Am Ende könnten also nicht nur die Zinsen, sondern auch die Immobilienpreise steigen. ‚Aussitzen‘ ist in diesem Umfeld keine gute Idee, denn später ist das Wunschobjekt vielleicht einfach nicht mehr finanzierbar.“

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