Die R+V Versicherungsgruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg um 8,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro gesteigert. Im deutschen Erstversicherungsgeschäft legte das Beitragsvolumen um 9,3 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro zu.
Für den Vorstandsvorsitzenden Norbert Rollinger ist das ein Beleg für die Wirksamkeit der neuen Unternehmensstrategie: „Trotz global weiter herausfordernder Rahmenbedingungen und einer schwachen deutschen Wirtschaft konnte die R+V Gruppe bei den Beiträgen in allen Sparten weiter kräftig zulegen. Wir haben damit einen großen Schritt hin zu unserem Beitragsziel von 25 Milliarden Euro gemacht, das wir im Rahmen unserer Unternehmensstrategie Nextlevel bis 2030 erreichen wollen.“
Auch die aktive Rückversicherung setzte ihren ertragsorientierten Wachstumskurs fort. Währungsentwicklungen, insbesondere beim US-Dollar, führten jedoch dazu, dass der Umsatz unter dem Strich mit 3,4 Milliarden Euro stabil blieb. Die italienische Tochter Assimoco steigerte ihr Beitragsvolumen um 21,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Vertriebspartnerschaften mit der genossenschaftlichen Bankengruppe Cassa Centrale Banca und der Bankgenossenschaft ICCREA.
Lebensversicherung treibt das Wachstum
In der Lebens- und Pensionsversicherung kletterten die Beitragseinnahmen um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Damit wuchs die R+V nahezu doppelt so stark wie der Markt, der um 6,7 Prozent zulegte. Gestiegene Einkommen, eine gesunkene Inflation und positive Realzinsen stärkten die Nachfrage nach langfristigen Anlagen.
Das Einmalbeitragsgeschäft legte um 28,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu und entwickelte sich damit deutlich dynamischer als der Markt mit 16,9 Prozent. Die laufenden Beiträge erhöhten sich um 2,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, während der Markt hier mit 0,1 Prozent nahezu stagnierte.
Der gesamte Neubeitrag in der Lebens- und Pensionsversicherung stieg um 22 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. In der privaten Altersvorsorge verzeichneten die neuen Garantien ein Plus von 55,9 Prozent. Auf die „Safe+Smart“-Produktfamilie entfielen im Neugeschäft 1,3 Milliarden Euro. Fondsgebundene Lösungen erreichten 1,5 Milliarden Euro, ein Anstieg um 23,2 Prozent. In der betrieblichen Altersvorsorge wuchs der Neubeitrag um 16,0 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.
Kranken- und Schadenversicherung mit solidem Plus
Erstmals überschritt die R+V Krankenversicherung die Marke von einer Milliarde Euro. Die Beitragseinnahmen stiegen um 7,6 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Zahl der versicherten Personen erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 1,9 Millionen. In der Vollversicherung wuchs der Bestand um 3,4 Prozent auf rund 75.000 Versicherte, bei den Zusatzversicherungen um 6,6 Prozent auf 1,8 Millionen.
Im Schaden- und Unfallgeschäft erzielte die R+V ein Beitragsplus von 6,7 Prozent auf acht Milliarden Euro. In der Kfz-Versicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 9,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Combined Ratio nach Handelsgesetzbuch verbesserte sich von 103 Prozent auf 96 Prozent – trotz weiterhin hoher Reparatur- und Ersatzteilkosten.
Im Firmenkundengeschäft legte das Beitragsvolumen um 5,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu, im Privatkundengeschäft um 5,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.
Für 2026 rechnet die R+V erneut mit Wachstum in allen Sparten. Zugleich mahnt Rollinger strukturelle Reformen an: „Voraussetzung dafür sind aber auch die richtigen Rahmenbedingungen, die die Politik schaffen muss.“ Trotz milliardenschwerer Unterstützungsprogramme sei es der Bundesregierung bislang nicht gelungen, der deutschen Wirtschaft spürbaren Auftrieb zu geben. Es fehlten weiterhin mutige Reformen, die die Standortbedingungen für Unternehmen verbessern und so Zuversicht und Investitionen fördern. Dazu gehöre auch weiterhin der dringend nötige Abbau von Überregulierung und überbordender Bürokratie.













