Die KfW hat zum 2. März 2026 ihre Förderkonditionen für den Effizienzhaus-55-Standard und das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) spürbar gesenkt. Förderkredite sind nun ab 1,0 Prozent effektiv pro Jahr bei zehn Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung erhältlich.
Im KFN-Programm sinkt zugleich der Zinssatz für den Neubau eines Effizienzhauses 40 auf 0,6 Prozent effektiv pro Jahr bei gleicher Laufzeit und Zinsbindung. Damit vergrößert sich der Abstand zu marktüblichen Finanzierungen.
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) bewertet die Anpassungen als positives Signal für die Bau- und Immobilienwirtschaft. Niedrigere Finanzierungskosten verbesserten die Rahmenbedingungen für bezahlbares Bauen und setzten neue Investitionsanreize.
Niedrigere Zinsen sollen Bauüberhang abbauen
Nach Einschätzung des Verbandes können die verbesserten Konditionen dazu beitragen, den sogenannten Bauüberhang zu reduzieren. Gemeint sind Projekte, die bereits genehmigt sind, bislang jedoch aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten nicht realisiert wurden.
Entscheidend für die Wirksamkeit der Förderung sei, dass der Abstand zwischen Markt- und Förderzins ausreichend groß bleibt. Nur so entstehe ein spürbarer Anreiz, Investitionsentscheidungen tatsächlich umzusetzen.
Zugleich verweist der ZIA auf die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen. Änderungen an Förderprogrammen, Haushaltsstopps und kurzfristige Anpassungen hätten in den vergangenen Jahren zu Zurückhaltung bei Investoren geführt.
Planungssicherheit und weniger Komplexität gefordert
Neben attraktiven Zinsen sieht der Verband vor allem die Planungssicherheit als zentralen Faktor. Förderbedingungen müssten langfristig stabil bleiben, damit Projekte kalkulierbar bleiben und Finanzierungen strukturiert werden können.
Kritisch bewertet der ZIA zudem die Komplexität der bestehenden Programme. In der Praxis sei die Nutzung der Förderangebote für viele Investoren mit hohem Aufwand verbunden.
Die Antragstellung gelte als technisch anspruchsvoll, zeitkritisch und stark fragmentiert. Eine vereinfachte Förderlandschaft mit klaren und übersichtlichen Regelungen könne die Programme deutlich zugänglicher machen und ihre Wirkung am Markt erhöhen.











