KGAL gründet Joint Venture mit spanischem Solarunternehmen

Die Sonne scheint über einer Reihe Solarkollektoren
Foto: Shutterstock
Solaranlage (Symbolbild).

Der Asset Manager KGAL gründet für seinen Fonds ESPF 5 ein Joint Venture mit der Premier Group. Der spanische Partner bringt seine eigene PV-Projektpipeline auf dem Heimatmarkt ein, die das Gemeinschaftsunternehmen weiterentwickeln soll.

Spanien erlebt KGAL zufolge einen Solarboom. Dies liege an idealen Voraussetzungen wie der europaweit stärksten Sonneneinstrahlung und sehr vielen verfügbaren Flächen. Zudem sind die Gestehungskosten für Solarenergie in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das vorteilhafte Marktumfeld hat demnach auch zu intensivem Wettbewerb um Netzanschlusskapazitäten und Auktionen für freie Kapazitäten geführt.

Die KGAL und Premier bündeln nun ihre Kräfte, um Vorteile bei Ausschreibungen von Netzkapazitäten für Solarparks zu erreichen, so die Mitteilung. Perspektivisch sind auch Windprojekte innerhalb des Joint Ventures geplant. KGAL unterstütze finanziell, operativ und bei der strategischen Ausrichtung.

„Dank der unternehmerischen Beteiligung im Joint Venture partizipieren wir von Beginn der Wertschöpfungskette an und können sämtliche Opportunitäten des attraktiven spanischen Marktes ausschöpfen. Für den KGAL ESPF 5 bedeutet das ein hohes Renditepotenzial“, erklärt Michael Ebner, Geschäftsführer Sustainable Infrastructure der KGAL Investment Management. „Premier ist unser Wunschpartner, da wir bereits seit 2018 erfolgreich und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Die KGAL hat in Spanien mit der Premier Group bei drei PV-Großprojekten mit einer Gesamtleistung von 287 Megawatt kooperiert. Zudem haben beide Unternehmen im Frühjahr 2022 ein Joint Venture für den italienischen Markt gestartet.

3,4 Gigawatt entwickelt

Die Premier Group wurde den Angaben zufolge 2006 gegründet und hat seither von Brasilien über Spanien und Italien bis nach Japan eine Gesamtleistung von mehr als 3,4 Gigawatt an erneuerbaren Energien entwickelt. „In Spanien sind hohe Finanzgarantien die Voraussetzung, um an den Ausschreibungen von Netzkapazitäten teilzunehmen. Mit der Finanzkraft der KGAL können wir die Chancen auf unserem Heimatmarkt optimal nutzen“, so César Abad, CEO der Premier Group. „Genauso wichtig ist die strategische Unterstützung der KGAL mit ihrer langjährigen Erfahrung etwa bei der Evaluierung von Risiken oder auch der Strukturierung und Finanzierung von Projekten.“

Florian Martin, verantwortlicher Geschäftsführer für die institutionellen Kunden der KGAL Investment Management, kommentiert: „Mit dieser fünften Transaktion seit dem Start im Dezember 2021 hält unser Impact-Fonds sein hohes Investitionstempo. Weitere Transaktionen in Süd- und Mitteleuropa sind in der finalen Abstimmung.“ Neben der breiten geographischen Diversifikation decke der KGAL ESPF 5 mit seinen Investitionen auch den gesamten Lebenszyklus von der Planung bis zum operativen Betrieb ab.

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