Schon während ihres Studiums erleben Medizinstudierende hohe Belastungen: Der stetige Leistungsdruck wird immer häufiger von psychischen Erkrankungen begleitet. Gerade Berufe, die soziales Engagement und Empathie erfordern, bringen ein besonders hohes Risiko für psychische Erkrankungen mit sich. Aber auch Laborunfälle oder durch Chemikalien ausgelöste Allergien können zu bleibenden Gesundheitsbeeinträchtigungen führen.
Warum eine Berufsunfähigkeitsabsicherung sinnvoll ist
Angesichts der oben beschriebenen Situation erübrigt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung. Eine BU ist eine finanzielle Absicherung für den Fall einer länger anhaltenden Erkrankung. Bei einer angemessenen Absicherungshöhe wird so sichergestellt, dass im Krankheitsfall Verpflichtungen wie Miete, private Krankenversicherung oder Kredite bezahlt werden können.
Wichtig zu wissen: Die ärztlichen Versorgungswerke leisten in der Regel erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit. Eine ergänzende private Berufsunfähigkeitsabsicherung, die bereits leistet, wenn die ärztliche Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann, ist daher dringend anzuraten.
Sinnvoll ist der Abschluss einer BU bereits zu Beginn des Medizinstudiums. In der Regel sind die Beiträge günstiger und die Gesundheitsrisiken, die später im Berufsleben auftreten, können noch mit abgedeckt werden.
Gut abgesichert im Krankheitsfall
Auch Ärztinnen und Ärzte sind nicht resistent gegen Krankheiten! Wie wichtig eine gute Krankenversicherung ist, erleben sie tagtäglich in ihrem Job:
- sie schützt vor hohen Behandlungskosten
- sie sichert eine erstklassige medizinische Versorgung und
- sie sorgt dafür, dass hochwertige medizinische Behandlungen durchgeführt werden.
Kurz gesagt: Eine gute Krankenversicherung ist für Ärzte eine wichtige Absicherung, um ihre Gesundheit zu schützen, berufliche Anforderungen erfüllen zu können und finanziell abgesichert zu sein.
Wann lohnt der Einstieg in die private Krankenversicherung (PKV)?
Je früher, desto besser! Auch, wenn der Zeitpunkt für den Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung erst gegeben ist, wenn Versicherungsfreiheit in der GKV vorliegt. Für Studierende eignet sich der Optionstarif, um sich den aktuellen Gesundheitszustand so früh wie möglich zu sichern. Ändert sich die Lebenssituation, kann eine private Krankenvoll- oder Zusatzversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung unter bestimmten Bedingungen abgeschlossen werden.
Wechsel in die PKV: Was ist zu beachten?
- Medizinstudierende können sich zu Beginn des Studiums, mit Wegfall der Familienversicherung (i.d.R. mit Vollendung des 25. Lebensjahres) sowie mit Vollendung des 30. Lebensjahres für die private Krankenvollversicherung entscheiden.
- Ärztinnen und Ärzte können zu Beginn ihrer Niederlassung/Selbstständigkeit in die PKV wechseln, oder wenn sie als Angestellte oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) verdienen, was meist im 2. oder spätestens 3. Assistenzarztjahr der Fall ist.
Mit dem bereits angesprochenen Optionstarif entfällt eine erneute Gesundheitsprüfung und damit auch die Gefahr von Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder gar einer Ablehnung – und das Beste: Durch bestimmte Kooperationspartnerschaften ist der Optionstarif drei Jahre lang für Medizinstudierende kostenlos.











