„Unser Produkt-Mix wird laufend geprüft“

Cash.: Eine breite Produktpalette wie die der KGAL hat sich den vergangenen eineinhalb Jahren als umsatzförderlich erwiesen. Kritiker bezweifeln indes, dass ein Initiator allein so viele verschiedene Assets managen kann…

Waltenbauer: Aus diesem Grund haben wir uns nur für einen Ausschnitt aus dem breiten Spektrum der Anlageklassen geschlossener Fonds entschieden und die entsprechende Organisationsstruktur über viele Jahre hinweg aufgebaut, die auch den Due-Diligence-Prüfungen institutioneller Investoren immer wieder standgehalten hat. Unser Produkt-Mix kommt übrigens auch hausintern alle zwei Jahre auf den Prüfstand und wird nicht beliebig erweitert oder verringert. Damit kaufen wir nicht beliebig Objekte nach kurzfristigen Trends ein, sondern nur, wenn wir sie auch langfristig als aussichtsreiche Assetklasse für die KGAL einstufen. Wir wollen hinreichend breit, aber nicht über-breit aufgestellt sein.

Cash.: Sie verkaufen Ihre Produkte schwerpunktmäßig über den Bankschalter. Wie verteilt sich der Umsatz über die Vertriebskanäle?

Waltenbauer: In den vergangenen beiden Jahren hat eine Verlagerung weg von den Großbanken insbesondere hin zu den Sparkassen stattgefunden. Langfristig wollen wir auch den Anteil der freien Vertriebspartner ausbauen. Es wird auch künftig bei unseren Publikumsfonds keinen Direktvertrieb der KGAL geben.

Cash.: Was waren die wichtigsten Produkttrends des Jahres 2010?

Waltenbauer: Nach wie vor werden Immobilienanlagen stark nachgefragt, wobei der Anleger nicht speziell nach aus- oder inländische Standorten unterscheidet, wichtiger ist die Story des Produkts.

Cash.: … und dass die Hauptmieterin eine staatliche Einrichtung ist?

Waltenbauer: Auch uns sind solche Projekte angetragen worden, allerdings sind wir aus den jeweiligen Bieterverfahren oft ausgestiegen, weil wir die Schraube im Hinblick auf Sicherheitspuffer bei der Konzeption nicht überdrehen wollten, nur um die hohen Preise zahlen zu können. Ich sehe manches angebotene Produkt trotz der schnellen Platzierung sehr skeptisch.

Seite 3: Ausblick auf die Entwicklung Erneuerbare-Energien-Fonds

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